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	<title>DVDLog.de &#187; DVD-Kurzkritiken</title>
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		<title>DVD-Kurzkritik: African Queen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 21:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[DVD-Vergleiche]]></category>

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		<description><![CDATA[Als im Frühjahr nach der Veröffentlichung von Paramounts amerikanischer DVD und Blu-Ray der neuen Restauration von John Hustons African Queen bekannt wurde, daß das britische Studio ITV DVD im Sommer eine englische Ausgabe herausbringen wird, war die Erwartung groß, denn die Chancen auf den auf der US-DVD nicht vorhandenen Audiokommentar von Kameramann Jack Cardiff waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dvdlog.de/2010/06/19/dvd-kurzkritik-african-queen/"><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/dvd-africanqueen.jpg" alt="" class="right"/></a>Als im Frühjahr nach der Veröffentlichung von Paramounts amerikanischer DVD und Blu-Ray der neuen Restauration von John Hustons <strong>African Queen</strong> bekannt wurde, daß das britische Studio ITV DVD im Sommer eine englische Ausgabe herausbringen wird, war die Erwartung groß, denn die Chancen auf den auf der US-DVD nicht vorhandenen Audiokommentar von Kameramann Jack Cardiff waren nicht schlecht. Jetzt ist die DVD erschienen und der Kommentar ist zusammen mit der Dokumentation der US-DVD dabei, aber ITV hat einen kapitalen Fehler gemacht und das 1.37:1-Bild in 16:9 codiert. Das macht die ansonsten gut gelungene DVD praktisch wertlos, da ein Drittel der Auflösung verschenkt wurde und dadurch dem wundervoll restaurierten Bildmaster überhaupt nicht gerecht werden kann.</p>
<p><span id="more-1498"></span></p>
<p class="title">Bild</p>
<p>Wie in der Einleitung erwähnt, wurde das 1.37:1-Bild dieser DVD in 16:9 statt in 4:3 codiert. Dadurch wird von der PAL-Auflösung von 720&#215;576 Pixeln nur noch ein Bereich von 555&#215;756 verwenden, der bei der Wiedergabe anamorph gestreckt wird &#8211; das entspricht einem horizontalen Auflösungsverlust von einem Drittel und hat dazu geführt, daß das HighDefinition-Master der Restauration auf dieser DVD enttäuschend unscharf ist. </p>
<p>Warum die DVD so codiert wurde, ist unklar &#8211; aber ein simpler technischer Fehler ist es nicht, denn sogar auf dem rückseitigen Cover ist als Aspect Ratio 16:9 angegeben. Platzmangel kann es auch nicht gewesen sein, denn obwohl sich Dokumentation und Hauptfilm auf nur einer DVD befinden, wurde der 100 Minuten lange Film mit einer Bitrate von durchschnittlich 6.22 Mbit/s abzüglich zwei Tonspuren mit 192 kbit/s codiert, was auch für eine komplette Nutzung der DVD-Auflösung mehr aus ausgereicht hätte.</p>
<p>Der <a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-africanqueen.htm">Bildvergleich</a> zwischen der alten deutschen Eurovideo-DVD und der englischen Disc von ITV zeigt deutlich, wie gut die Restauration hätte aussehen können, wenn die Auflösung nur besser gewesen wäre. Das Bildformat ist bei ca. 1.37:1 und nicht 1.33:1, wobei der Bildausschnitt im Vergleich zum alten Bildmaster unten etwas weniger und rechts etwas mehr vom Bild zeigt. </p>
<p>Trotz des Encoding-Problems ist auch auf dieser DVD deutlich sichtbar, wie gut gelungen die Restauration ist. Der 3-Streifen-Technicolor-Film war lange Zeit nur in Europa als DVD erhältlich, weil die amerikanischen Rechteinhaber kein adequates Material für eine vernünftige Veröffentlichung zur Verfügung hatten. Schließlich war es Paramount aber gelungen, die Original-Kameranegative in England in 4K-Auflösung scannen zu lassen und die digitalen Datenfiles in den USA weiterzuverarbeiten, ohne einen Transport des wertvollen Filmmaterials zu riskieren. Die Restauration wurde von Warners Restaurations-Abteilung MPI unter der Leitung von Ron Smith durchgeführt, die ihr Ultra-Resolution-Technik einsetzten, um die drei separaten Technicolor-Filmstreifen miteinander zu kombinieren. </p>
<p>Das Resultat ist beeindruckend und ist kaum noch mit den früheren Abtastungen zu vergleichen. Der allergrößte Unterschied sind die enorm besseren Farben: nicht nur sind die starken Farbschwankungen verschwunden, das Farbtiming ist nun völlig anders und bringt statt übermäßig kühlem Blau-Grün viel passendere rötlich-braunere Töne ein. Das Bild wirkt etwas dunkler als zuvor, aber dadurch wurden auch das starke Überstrahlen von hellen Bildteilen der alten Transfer vermieden und ein nicht so blendend-agressives Aussehen erzeugt, das mehr den typischen Technicolor-Farben der fünfziger Jahre entspricht. Auch die zuvor manchmal sichtbaren Deckungsprobleme der drei Technicolor-Filmstreifen konnten nun erfolgreich repariert werden.</p>
<p>Die Schärfe ist auf dieser DVD durch das 16:9-Encoding zwar begrenzt, aber es ist dennoch ansatzweise erkennbar wie detailreich das HD-Master eigentlich ist. Dabei handelt es sich nicht um eine künstlich mit Filtern erzeugte Schärfe, sondern um eine ganz natürlich Detailtreue. Mit der vollen Auflösung codiert würde das Bildmaster locker an die Grenzen der DVD-Auflösung stoßen und zeigen, was aus diesem fast sechzig Jahre alten Filmmaterial noch alles herauszuholen ist.</p>
<p>Außer der Farbrestauration wurde natürlich auch die Filmvorlage gründlich digital gesäubert, so daß nun keinerlei Kratzer, Fussel oder andere Störungen mehr zu sehen sind. Auch der Bildstand wurde bis zur Perfektion optimiert &#8211; es ist nun kein Schwanken, Flattern oder Wabern mehr sichtbar. Erfreulicherweise wurde aber die Filmkörnigkeit kaum herausgefiltert und ist sogar auf dieser ungünstig codierten DVD noch stellenweise als feine, natürlich aussehende Körnung sichtbar, die in keiner Weise störend wirkt und dem Film eine ordentliche analoge Textur gibt. Dadurch macht das Bild erst gar keinen klinisch-reinen, digitalen Eindruck, sondern sieht wie eine richtige Filmprojektion aus. </p>
<p>Hätte ITV nicht das Encoding so katastrophal falsch gemacht, wäre die britische DVD von <em>African Queen</em> sicher eine der bestaussehensten Veröffentlichungen eines Filmklassikers gewesen. Aber die völlig unnötige 16:9-Codierung hat nur Nachteile und ist eine unglaublich enttäuschende Repräsentation der wundervollen Restauration. </p>
<p class="title">Ton</p>
<p>Auch der Ton von <em>African Queen</em> wurde im Rahmen der Restaurationsarbeiten einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Im Gegensatz zum Bild wird der Ton auf der britischen DVD aber ohne Probleme wiedergegeben &#8211; lediglich eine Tonhöhenkorrektur wurde hier nicht durchgeführt. </p>
<p>Die englische Tonspur wurde in 2.0 Mono mit ausreichenden 192 kbit/s in Dolby Digital codiert. Ein Mehrkanal-Upmix wurde erst gar nicht in Betracht gezogen, stattdessen wurde die ursprüngliche Mono-Abmischung von den besten vorhandenen Lichtton-Quellen vorsichtig restauriert. Dabei wurde sehr vorsichtig vorgegangen und die Tonqualität nicht durch eine massive Filterung, sondern eine behutsame Restauration verbessert. </p>
<p>Der Klang ist für einen Film vom Anfang der fünfziger Jahre beeindruckend &#8211; zwar sind Frequenzumfang und Dynamik altersbedingt eingeschränkt, aber dabei machen sich keinerlei Verzerrungen, Knistern, Rauschen oder andere Störungen bemerkbar. Lediglich ein leichtes Grundrauschen ist noch übriggeblieben, das aber kaum von anderen Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden ist und den Ton nicht zu digital klingen läßt. Stimmen und Geräusche hören sich überraschend solide und gar nicht so dünn an, wie man es von Filmen dieses Alters gewohnt ist. Überzeugen kann auch die Musikwiedergabe, die zwar auch altersbedingte Schwächen hat, aber trotzdem einen sehr warmem und unverzerrten Klang zu bieten hat. </p>
<p>Wie schlecht African Queen ursprünglich einmal geklungen hat, kann man auf der Kommentarspur der britischen DVD hören, auf der im Hintergrund der unrestaurierte Ton der früheren Disc zu hören ist. Andere Sprachfassungen als das englische Original werden hier nicht geboten, aber der Hauptfilm und die Dokumentation wurden englisch untertitelt.</p>
<p class="title">Extras</p>
<p>ITV hat bei der britischen DVD-Veröffentlichung von <em>African Queen</em> den großen Vorteil gehabt, mit Jack Cardiffs Audiokommentar im Besitz eines besonderen Extras zu sein. Allerdings ist es ITV auch gelungen, die Rechte der einstündigen Dokumentation der Paramount-Ausgabe zu bekommen, so daß nur die englische DVD des Films das Nonplusultra in Sachen Bonusmaterial ist. </p>
<p><strong>Embracing Chaos: Making the African Queen </strong>(56:52) ist die ursprünglich für die amerikanische DVD und Blu-Ray produzierte Dokumentation, die von Nicholas Meyer, Eric Young und Sparkhill Productions zusammengestellt wurde. Auf ein theatralisches Voiceover wurde verzichtet und stattdessen eine Goldgrube von Interviews verwendet, um die Geschichte des Films auf lebendinge und sehr detailreiche Weise zu erzählen. Zu Wort kommen nicht nur Biographen der Filmemacher und Schauspieler, sondern auch andere Filmhistoriker und sogar Zeitzeugen &#8211; darunter auch die Schauspieler, Filmemacher und Crewmitglieder, die in Archiv-Interviews zu Wort kommen. Eine sehr gut gemachte Dokumentation, die nicht auf unnötigen Sensationalismus setzt und die Entstehungsgeschichte von African Queen interessant und unterhaltsam schildert.</p>
<p>Der <strong>Audiokommentar</strong> von Jack Cardiff wurde bereits vor etwa zehn Jahren für die alte britische DVD-Veröffentlichung aufgenommen und ist ein unschätzbar wertvolles Zeitdokument, da der legendäre Kameramann im April 2009 im Alter von 94 Jahren verstorben war. In seiner Kommentarspur erzählt er nicht nur über die technische, sondern auch die menschliche Seite der Dreharbeiten von African Queen und hat eine ganze Menge Details und Anekdoten zu bieten, die nicht immer wirklich szenenspezifisch, aber dafür umso interessanter sind. Mit seiner trockenen britischen Art ist Jack Cardiff ein hervorragender Erzähler, der zwar gelegentlich einige kleine Pausen einlegt und gegen Ende des Films längere Zeit still bleibt, aber trotzdem enorm unterhaltsam ist. </p>
<p>Die <strong>Star Profiles</strong> für Humphrey Bogart, Katharine Hepburn, John Huston und Jack Cardiff bestehen aus kurzen Text-Biographien.</p>
<p>In den <strong>Picture Galleries</strong> sind 12 Poster &#038; Lobby Cards und 48 Behind the Scenes-Fotos zu sehen, wobei letztere aber in so einem klitzekleinen Briefmarkenformat dargeboten wurden, daß man kaum etwas erkennen kann. </p>
<p>Der <strong>Trailer</strong> (2:35) hat keine so gute Qualität wie der Hauptfilm, ist aber genauso unsinnig in 16:9 codiert worden. </p>
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		<title>DVD-Kurzkritik: Karl May Edition I &#8211; Orient-Box</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2005 07:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Universum dieses Jahr schon die neun Winnetou-Filme von Rialto herausgebracht hatte, wurden nun erstmals die Karl-May-Produktionen von CCC-Film in Angriff genommen. Die aus Der Schut (1964), Durchs Wilde Kurdistan (1965) und Im Reiche des silbernen Löwen (1965) bestehende Orient-Trilogie wurde nun unter dem Titel Karl May Edition I zusammen als DVD-Box veröffentlicht. Verpackt sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Universum dieses Jahr schon die neun Winnetou-Filme von Rialto herausgebracht hatte, wurden nun erstmals die Karl-May-Produktionen von CCC-Film in Angriff genommen. Die aus <a href="http://www.imdb.com/title/tt0058553/">Der Schut</a> (1964), <a href="http://www.imdb.com/title/tt0059139/">Durchs Wilde Kurdistan</a> (1965) und <a href="http://www.imdb.com/title/tt0059308/">Im Reiche des silbernen Löwen</a> (1965) bestehende Orient-Trilogie wurde nun unter dem Titel <strong>Karl May Edition I</strong> zusammen als DVD-Box veröffentlicht.<br />
<span id="more-64"></span><br />
<img src="http://www.dvdlog.de/gfx/km1.jpg" class="right" alt="" />Verpackt sind die drei DVDs nicht in einem Digipack, sondern in einzelnen schwarzen Amaray-Keepcases, die in einem stabilen Pappschuber untergebracht sind. Das Coverdesign ist einfach, aber sehr gut gelungen und zu jeder DVD gibt es einen Einleger mit Kapitelübersicht und ein paar Informationen. Leider ist die Bildqualität nicht so gut gelungen wie bei den <a href="http://www.dvdlog.de/2005/06/23/dvd-kurzkritik-winnetou-boxen-1-3/">Winnetou-DVDs</a> und bei einem der Filme sogar sehr schlecht, aber man merkt daß Universum sich trotzdem Mühe gegeben hat und aus Materialgründen einfach nicht mehr möglich war.</p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/km11.jpg" class="right" alt="" /><strong>BILD</strong></p>
<p>Der Schut  wurde neu vom Original-Negativ in HD-Auflösung abgetastet und digital restauriert. Die Filmvorlage waren in einem sehr schlechten Zustand, offenbar wurde mit den Negativen der CCC-Film nicht so sorgsam umgegangen wie bei Rialto. Das macht sich auch deutlich in der Bildqualität bemerkbar, denn bei der digitalen Säuberung wurden längst nicht alle Kratzer und Fussel entfernt, die fast in jeder Szene unangenehm ins Auge fallen. Der Bildstand ist etwas unruhig und fast bei jedem Schnitt gibt es einen kurzen Ruck im Bild, anscheinend waren die Klebestellen des Negativs sehr uneben. Die Schärfe ist auf einem ordentlichen Niveau und entspricht dem, was bei Filmen dieses Alters möglich ist. Einen sehr guten Eindruck machen auch die Farben, die sehr kräftig und natürlich aussehen. Abgesehen von den vielen Beschädigungen des Filmmaterials sieht Der Schut fast so gut wie die neun Winnetou-Filme von Universum. </p>
<p>Durchs wilde Kurdistan wurde von einem Interpositiv abgetastet, da die Klebestellen des Original-Negativs angeblich zu dick waren – wahrscheinlich wurde dies aber gemacht, weil der Film in Techniscope gedreht wurde und ein Transfer des Original-Negativs mit dem nur zwei Perforationslöcher hohen Filmbilds technisch problematisch ist. Die Säuberung der Filmvorlage ist hier besser gelungen, allerdings ist bedingt durch das Filmformat die Körnigkeit hier extrem hoch, wurde aber auch nicht herausgefiltert. Das Bildstandproblem macht sich auch bemerkbar, fällt aber hier nicht ganz so stark auf. Auch die Farben sehen erstaunlich gut aus und lassen keinerlei Verblassen erkennen. Trotz der Körnigkeit sieht Durchs wilde Kurdistan durchaus noch akzeptabel aus, aus dem Material läßt sich wahrscheinlich auch nicht viel mehr herausholen. </p>
<p>Im Reiche des silbernen Löwen ist die große Enttäuschung dieses DVD-Sets, was allerdings nicht unbedingt die Schuld von Universum ist. Das Original-Negativ des Films gilt als verschollen, das einzige Interpositiv wurde bei einem Archivbrand vor einigen Jahren zerstört, und die noch existierenden Kinokopien waren so abgenutzt, daß sie für einen erneuten Transfer nicht mehr tauglich waren. Alles was übrigblieb, war ein Fernsehmaster vom Ende der achziger Jahre, das für die DVD-Veröffentlichung noch etwas überarbeitet wurde. Viel hat das jedoch nicht geholfen, denn angefangen beim seitlich stark beschnittenen Bildformat, das vom 2.35:1-Bild nur noch 1.90:1 übrigläßt, über die extrem verblaßten Farben bis zur sehr schlechten Schärfe bekommt man hier alles geboten, was man im Lexikon unter „VHS-Kassette“ nachschlagen kann. Auch auf kleinen Bildröhren ist diese Qualität wirklich enttäuschend, aber angesichts der schlechten Materiallage ist es ein Wunder, daß man den Film überhaupt noch zu sehen bekommt. Eine zusätzliche unrestaurierte Abtastung einer Kinokopie wäre aber hier trotzdem wünschenswert gewesen, so verkratzt das dann auch ausgesehen hätte.</p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/km12.jpg" class="right" alt="" /><strong>TON</strong></p>
<p>Viel erfreulicher als die Bildqualität gibt sich der Ton der drei Filme, der zwar nur in Mono und in deutscher Sprache vorliegt, sich aber trotzdem ganz anständig anhört. Bei den ersten beiden Filmen wurde deutlich hörbar mit einem Magnetton-Master gearbeitet, das eine ordentliche Klangfülle hat und auch bei der Musik den Umständen entsprechend guten Baß und nur wenig eingeschränkte Höhen bietet. Dialoge sind sehr gut verständlich und auch die Lippensynchronität leistet sich trotz vollständiger Nachvertonung keine Auffälligkeiten.</p>
<p>Die Tonspur von Im Reiche des silbernen Löwen scheint von der gleichen TV-Version zu stammen wie das steinalte Bildmaster und klingt etwas schlechter als bei den anderen zwei Filmen. Trotzdem ist die Tonqualität durchaus noch akzeptabel, nur Baß und Höhen sind nicht so deutlich ausgeprägt und der Rauschpegel ist etwas höher. Typische Altersbechwerden wie Knacken, Knistern oder Klirren sind nicht zu hören, anscheinend stand auch hier ein Magnetton-Master zur Verfügung.</p>
<p>Auf einen 5.1-Upmix wie bei den Winnetou-Filmen wurde verzichtet, weil wohl gar keine getrennten Tonspuren mehr zur Verfügung standen – daher sind die Original-Abmischungen auf jeden Fall die bessere Wahl. Schade ist jedoch, daß keine englische Tonspur dabei ist, auf der dann wahrscheinlich Lex Barker mit seiner eigenen Stimme zu hören gewesen wäre.</p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/km13.jpg" class="right" alt="" /><strong>EXTRAS</strong></p>
<p>Das Bonusmaterial befindet sich komplett auf der DVD von Im Reiche des Silbernen Löwen, auf den anderen Discs befinden sich nur die Filme. </p>
<p>Die <strong>Kinotrailer</strong> von <em>Der Schut</em> (2:53), <em>Durchs wilde Kurdistan</em> (3:35) und <em>Im Reiche des silbernen Löwen</em> (4:20) wurden alle anamorph neu abgetastet, aber nicht restauriert und sehen so schlecht aus, daß man sicht fragt ob die Telecine-Maschine beim Transfer nicht beschädigt worden ist. </p>
<p>Das <strong>Making Of</strong>  (21:12 ) mit Arthur Brauner, Marie Versini, Rik Battaglia, Chris Howland, und Martin Böttcher glänzt durch die neuen Interviews, die durch nicht allzu zahlreiche Filmclips und ein relativ neutrales Voiceover verbunden werden. In zwanzig Minuten werden die drei Filme zwar relativ schnell abgehandelt, so daß es für tiefgreifendere Analysen nicht ausreicht, aber doch einen faszinierenden Einblick in die Entstehungsgeschichte der Filme und ihre Probleme gibt. </p>
<p>Die <strong>Dokumentation Filmrestaurierung</strong> (3:07) mit Stefan Müller von den Berliner Geyer-Werken gibt einen etwas unbefriedigenden Kurzüberblick über die Restauration, in der man nur sehr oberflächliche Dinge erfährt. Auf die Materialproblematik von <em>Im Reiche des silbernen Löwen</em> wird hier leider überhaupt nicht eingegangen, es scheint so als wäre dieses Featurette noch vor Beginn der eigentlichen Restauration gedreht wurde.</p>
<p><strong>Ausschnitt der Wochenschau: Der Schut</strong> (0:47) ist ein sehr kurzer Nachrichten-Filmschnipsel von der Verleihung der Goldenen Leinwand an Artur Brauner, bei der auch kurz Lex Barker, Ralf Wolter und Werner Peters zu sehen sind. </p>
<p>Die <strong>Fotogalerie</strong> besteht aus 45 Bildern, die eigentlich große Aushangplakate mit verschiedenen Motiven aus den drei Filmen sind.  </p>
<p>Die <strong>Stargalerie</strong> besteht trotz der Bezeichnung nicht aus Fotos, sondern aus Kurzbiographien von Lex Barker, Ralf Wolter, Marie Versini, Chris Howland und Rik Battaglia auf einigen Textseiten. </p>
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		<title>DVD-Kurzkritik: MASH Season 5+6</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2005/10/25/dvd-kurzkritik-mash-season-56/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2005 15:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[20th Century Fox macht in Deutschland regelmäßig weiter mit der Veröffentlichung von MASH und ist langsam, aber sicher dabei die amerikanischen DVDs einzuholen. Während man in Region 1 inzwischen bei Staffel 8 angekommen ist, sind hierzulande Staffel 5 und 6 Anfang Oktober gerade neu erschienen. Extras gibt es wie immer keine, aber dafür zu einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20th Century Fox macht in Deutschland regelmäßig weiter mit der Veröffentlichung von <a href="http://www.imdb.com/title/tt0068098/">MASH</a> und ist langsam, aber sicher dabei die amerikanischen DVDs einzuholen. Während man in Region 1 inzwischen bei Staffel 8 angekommen ist, sind hierzulande Staffel 5 und 6 Anfang Oktober gerade neu erschienen. Extras gibt es wie immer keine, aber dafür zu einem fairen Preis zwei komplette Staffeln in diesmal wieder besserer Bild- und Tonqualität. Komplette Reviews von Staffel fünf und sechs mit mehr zum Inhalt kommen in der nächsten Zeit, bis dahin gibts erstmal diese Kurzreview.<br />
<span id="more-54"></span></p>
<p><strong>Bild</strong></p>
<p>Nachdem die Bildqualität in der vierten Staffel aus unbekannten Gründen viel schlechter als bei den ersten drei Seasons war, sind die Transfer nun wieder auf dem alten Niveau angelangt. Das bedeutet natürlich immer noch keine echte Kinofilm-Qualität, aber für eine fast 30 Jahre alte Fernsehserie, die nur auf 16mm-Film gedreht wurde, können sich diese Transfer erstaunlich gut behaupten.</p>
<p>Die erste Episode der fünften Staffel, eine Doppelfolge, sieht noch etwas körniger und nicht ganz so scharf wie der Rest aus, weil dort wegen der etwas längeren Dreiviertelstündigen Version offenbar andere Filmvorlagen verwendet wurden. Alle anderen Episoden sehen einen ganzen Tacken besser aus und sind zwar auch manchmal etwas körnig, haben aber immer eine für 16mm-Film anständige Schärfe und die Filmvorlagen sind bis auf ganz wenige gelegentlich auftauchende Verschmutzungen sehr sauber. </p>
<p>Die Farben sind wie immer etwas gedämpft, aber nicht verblaßt – das grau-braun-grüne Einerlei ist durchaus Absicht, aber immerhin sind einige deutliche Farbkleckser zu sehen und auch die Hauttöne sehen einigermaßen natürllch aus. Farbrauschen oder andere Video-Artefakte sind nicht zu sehen, hier hat man im Gegensatz zur vierten Staffel wieder den Einduck einen richtigen Filmtransfer statt eines alten Videomasters zu sehen.</p>
<p><strong>Ton</strong></p>
<p>Die Tonqualität blieb in den ersten vier Staffeln fast gleich, aber bei Staffel fünf und sechs hat sich der Ton etwas gebessert. Außerdem hat Fox diesmal bei keiner der beiden Staffeln eine Tonhöhenkorrektur auf der englischen Tonspur gemacht, was wenigstens das Durcheinander beendet &#8211; bisher wurde nur bei Staffel 1 und 3 eine Korrektur gemacht.</p>
<p>Die englische Tonspur hört sich ganz ähnlich wie bei den vorherigen Staffeln an, nur sind nun Dynamik und Frequenzumfang etwas besser geworden. Die Musik hört sich nicht mehr so dünn an und hat deutlich mehr Baß, und auch die Stimmen klingen nun etwas voller und weniger blechern als vorher. Die Verständlichkeit ist ausgezeichnet, Verzerrungen oder Klirren sind nur ganz selten zu hören wenn mal jemand ganz laut losbrüllt. Wie immer gibt es auch eine zusätzliche zweite englische Tonspur mit Laughtrack, die allerdings etwas dünner als die von irritierenden Publikumsgegröhle freie Version klingt.  </p>
<p>Die deutsche Fassung klingt subjektiv etwas besser, weil Stimmen und Geräusche durch die Synchronisation komplett aus dem Tonstudio kommen, während sie in der Originalfassung Live auf dem Set aufgenommen wurden. Die Musik hört sich genauso gut wie auf der englischen Tonspur an, aber generell ist die Tonqualität der deutschen Fassung auf den DVDs viel besser als bei den Fernsehausstrahlungen. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>DVD-Kurzkritik: Thin Man Collection</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2005/10/11/dvd-kurzkritik-thin-man-collection-rc2/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2005 17:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie hießen Sam Spade oder Philip Marlowe und waren die knallharten Privatdetektive der dreißiger und vierziger Jahre – aber es gab auch ganz andere Schnüffler, wie zum Beispiel Nick und Nora Charles. Dashiell Hammetts Detektiv-Ehepaar machte zwischen 1934 und 1947 in insgesamt sechs Filmen die Kinoleinwände unsicher und ist bis heute auch im Fernsehen noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hießen Sam Spade oder Philip Marlowe und waren die knallharten Privatdetektive der dreißiger und vierziger Jahre – aber es gab auch ganz andere Schnüffler, wie zum Beispiel Nick und Nora Charles. Dashiell Hammetts Detektiv-Ehepaar machte zwischen 1934 und 1947 in insgesamt sechs Filmen die Kinoleinwände unsicher und ist bis heute auch im Fernsehen noch ein Dauerbrenner. Warner hat nun alle sechs Filme zuerst in den USA und jetzt auch in Deutschland unter dem Titel <strong>Die komplette Dünner Mann Collection</strong> in einem ausgezeichneten DVD-Boxset veröffentlicht, das ich mir in dieser Kurzreview einmal genauer angeschaut habe.<br />
<span id="more-52"></span><br />
Folgende Filme sind in dem Boxset auf sechs einzelnen DVDs enthalten:<br />
<font size="-2"><br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt0025878/">The Thin Man</a> (Mordsache Dünner Mann) &#8211; 1934<br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt0027260/">After the Thin Man</a> (Nach dem Dünnen Mann) &#8211; 1936<br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt0031047/">Another Thin Man</a> (Noch ein dünner Mann) &#8211; 1939<br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt0034172/">Shadow of the Thin Man</a> (Der Schatten des dünnen Mannes) &#8211; 1941<br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt0037365/">The Thin Man goes Home</a> (Der Dünne Mann kehrt heim) &#8211; 1944<br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt0039853/">Song of the Thin Man</a> (Das Lied des dünnen Mannes) &#8211; 1947<br />
</font></p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/thinmanbox.jpg" class="right" alt="" /><strong>Bild</strong></p>
<p>Bei sechs Filmen die über einen Zeitraum von dreizehn Jahren produziert wurden ist die Bildqualität natürlich sehr unterschiedlich. Warner hat zwar keinem der Filme eine vollständige Restauration gegönnt, aber zumindest neue Abtastungen von den besten verfügbaren Filmvorlagen gemacht, die den Umständen entsprechend immer noch erstaunlich gut aussehen.</p>
<p>Bei allen Filmen muß man mit kleineren bis mittelgroßen Kratzern und punktuellen Dropouts auf den Filmvorlagen leben, die sich aber weitgehend in Grenzen halten und nur selten in wirklich störender Form auftauchen. Während “The Thin Man” noch häufiger von Kratzern geplagt wird, sind die Filmelemente der Nachfolger in deutlich besserem Zustand, haben nur noch gelegentliche Häufungen von Dropouts und sind über weite Strecken fast sauber.</p>
<p>Auch die Schärfe bessert sich mit jedem neueren Film, ist im besten Fall außerordentlich gut und auch sonst noch auf einem sehr akzeptablen Niveau. Bei einigen Filmen ist die Körnigkeit deutlich, aber nicht unangenehm sichtbar, während bei anderen fast überhaupt nichts zu sehen ist. Der Bildstand ist bis auf ein paar Ausnahmen relativ ruhig, ein ständig hüpfendes Bild bekommt man hier keinesfalls geboten. Bei den Überblendungen gibt es zwar keine Bildruckler, aber kurzzeitig verschlechtert sich technisch bedingt die Bildqualität für ein oder zwei Sekunden. </p>
<p>Kontrast und Helligkeit sind sehr gut ausgeglichen und lassen die Schwarzweißen Filme nicht nur in zwei Farben, sondern einer ganzen Palette von Grautönen erstrahlen. Insgesamt hinterlassen diese Transfer trotz der leichten Verschmutzungen einen durchweg positiven Eindruck und sehen viel besser aus als Warners Marx Brothers-Boxset &#8211; die Filmelemente waren offenbar einfach besser in Schuß.</p>
<p><strong>Ton</strong></p>
<p>Überraschend gut ist auch die Qualität der Tonspuren, was bei Filmen dieses Alters eigentlich keine Selbstverständlichkeit ist. Die englische Originalfassung hat durchgängig einen sehr sauberen Klang, dessen größtes Verbrechen ein deutlich hörbares Grundrauschen ist, zu dem aber keinerlei Knistern oder Knacksen kommen. Dynamik und Frequenzumfang reichen natürlich von Zwölf bis Mittag, aber dennoch sind die Dialoge zwar etwas dünn, aber erstaunlich klar und unverzerrt. Auch die Musik hört sich längst nicht so blechern an wie man es von Filmen aus dieser Zeit gewöhnt ist. So gute Tonspuren aus den dreißiger und vierziger Jahren sind äußerst selten.</p>
<p>Die deutschen Synchronfassungen wurden bei den ersten drei Filmen Ende der sechziger Jahre von der ARD und bei den letzten drei Filmen Ende der siebziger Jahre vom ZDF hergestellt und haben deshalb bei den Stimmen eine viel bessere Qualität als die Originalversion. Die Titelmusik klingt fast identisch zur englischen Fassung, die relativ wenige Hintergrundmusik wurde aber fast komplett ausgetauscht &#8211; offenbar gab es keine getrennten Musik/Effekttonspuren mehr und die Synchronstudios mußten neue Musik verwenden. Daher ist nicht nur durch die Tonstudio-Sterilität die Atmosphäre der deutschen Fassungen völlig anders. </p>
<p><strong>Extras</strong></p>
<p>Jede einzelne Film-DVD ist mit ein paar Extras ausgestattet: beim ersten Film sind nur die Trailer der gesamten Filmserie dabei, aber die anderen fünf Discs sind mit jeweils einem Kurzfilm und einem Cartoon aus dem Fundus von Warner und MGM ausgestattet. </p>
<p>Exklusiv in der DVD-Box befindet sich eine siebte DVD mit dem Titel <strong>Alias Nick &#038; Nora</strong>, die zwei Dokumentationen und eine Episode der Thin Man-Fernsehserie enthält. </p>
<p><strong>William Powell: A true Gentleman</strong> (31:18) mit Rudy Behmler und einem Voiceover von Michael York ist eine neu für diese DVD produzierte Doku, während <strong>Hollywood Remembers: Myrna Loy – So nice to come home to</strong> (46:10) von Richard Schickel mit Kathleen Turner eine Turner Network-Produktion von 1990 ist. <strong>The Thin Man: Darling, I Loathe you</strong> (25:44) mit Peter Lawford und Phyllis Kirk ist eine Episode der erfolglosen Fernsehserie, die nur ein blasser Abklatsch der Filme ist.</p>
<p>Weggefallen gegenüber der amerikanischen Ausgabe sind leider zwei Hörspiele mit William Powell und Myrna Loy, die ursprünglich auf einer der Film-DVDs und der Bonus-DVD untergebracht waren. Ansonsten ist die Ausstattung der deutschen Box identisch mit der US-Version. </p>
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		<title>DVD-Kurzkritik: Louis de Funès Boxen 4+5</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2005 18:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Louis de Funès war in den sechziger und siebziger Jahren nicht nur in Frankreich, sondern auch in fast ganz Europa einer der bekanntesen und beliebtesten Filmkomiker. Von Regisseur und Drehbuchautor Jean Girault wurde der Komödiant erstmals 1964 in der Rolle des Gendarmen Cruchot besetzt, die zu seinem größten Erfolg wurde. Sechs Mal spielte Louis de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0000086/">Louis de Funès</a> war in den sechziger und siebziger Jahren nicht nur in Frankreich, sondern auch in fast ganz Europa einer der bekanntesen und beliebtesten Filmkomiker. Von Regisseur und Drehbuchautor <a href="http://www.imdb.com/name/nm0320833/">Jean Girault</a> wurde der Komödiant erstmals 1964 in der Rolle des Gendarmen Cruchot besetzt, die zu seinem größten Erfolg wurde. Sechs Mal spielte Louis de Funès den Polizisten, dessen Abenteuer mit seiner Truppe in Saint-Tropez zwar keinen besonders großen Anspruch haben, aber trotzdem sehr unterhaltsame Komödien sind. Die in Deutschland besonders beliebten Filme sind seit Jahren Dauerbrenner im Fernsehen, aber eine DVD-Veröffentlichung ließ lange auf sich warten. Nun hat Universum Film nach der Veröffentlichung von zehn anderen Louis de Funès-Filmen auch endlich die Gendarm-Reihe in zwei Boxsets herausgebracht, deren insgesamt sechs DVDs mit ordentlichen anamorphen Transfern im Originalformat sowie gut klingenden deutschen und französischen Tonspuren ausgestattet sind  und sogar ein klein wenig Bonusmaterial mitbringen.<br />
<span id="more-39"></span></p>
<p>Leider sind die Filme nicht chronologisch in die zwei DVD-Sets aufgeteilt worden, vermutlich um zu verhindern daß die nicht ganz so guten späteren Filme nicht in den Regalen liegenbleiben. Die korrekte Reihenfolge samt der Originaltitel wäre wie folgt:<br />
<font size="-2"><br />
&#8226; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0058135/">Le Gendarme de St. Tropez</a> (Der Gendarm von St. Tropez) &#8211; 1964<br />
&#8226; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0060450/">Le Gendarme a New York</a> (Der Gendarm vom Broadway) &#8211; 1965<br />
&#8226; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0063005/">Le Gendarme se marie</a> (Balduin, der Heiratsmuffel) &#8211; 1968<br />
&#8226; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0065769/">Le Gendarme en balade</a> (Balduin, der Schrecken von St. Tropez) &#8211; 1970<br />
&#8226; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0079200/">Le Gendarme et les extra-terrestres</a> (Louis&#8217; unheimliche Begegnung mit den Außerirdischen &#8211; 1979<br />
&#8226; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0083996/">Le Gendarme et les Gendarmettes</a> (Louis und seine verrückten Politessen) &#8211; 1982<br />
</font></p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/gendarm1.jpg" class="right" alt="" /><strong>Bild</strong></p>
<p>Die Transfer basieren offenbar auf den französischen DVDs und haben schon einige Jahre auf dem Buckel, machen aber dennoch einen sehr ordentlichen Eindruck, auch wenn durch eine sorgfältigere Restauration vielleicht noch mehr hätte erreicht werden können. Verwendet wurden ausschließlich die französischen Bildmaster, die Original-Titelschriften sind vorhanden und wurden auch nicht durch deutsche Übersetzungen ergänzt &#8211; weder durch Untertitel noch durch digitale Einblendungen.</p>
<p>Die ersten vier zwischen 1964 und 1970 in Scope-Formaten gedrehten Filmen sehen deutlich besser aus als die anderen zwei von 1978 und 1982. Die Filmvorlagen der Scope-Filme waren nicht im allerbesten Zustand, wurden aber deutlich sichtbar digital restauriert. Praktisch alle Kratzer und Fussel wurden entfernt, gelegentlich sind aber noch Überreste von Laufstreifen oder größeren Beschädigungen zu sehen, die von den automatischen Filtern nicht entfernt werden konnten &#8211; Aktwechselmarkierungen sind aber nicht sichtbar. Die digitale Restauration macht das beste aus dem schwierigen Ursprungsmaterial &#8211; man merkt deutlich daß hier nur Kopien und keine Original-Negative zum Einsatz kamen und es sich hier um ältere Abtastungen handelt, aber auch so ist das Ergebnis durchaus annehmbar und besser als so manche verkratzte und verfusselte DVD eines anderen Major-Studios.</p>
<p>Die Schärfe ist nicht überragend, aber auf einem ganz anständigen Niveau. Erreicht werden konnte das allerdings nur durch eine kräftige nachträgliche Aufschärfung, die sich stellenweise durch Doppelkanten und leichtes Zeilenflimmern bemerkbar macht – ein Indiz, daß diese Transfer schon etwas älter sind, denn so stark Nachschärfen würde man heutzutage nicht mehr. Durch die digitale Aufschärfung wird auch die Körnigkeit des Filmmaterials etwas stärker herausgehoben, obwohl diese mit einem Rauschfilter bekämpft wurde. Der Bildstand ist manchmal etwas instabil, sehr selten gibt es bei Schnitten einen kurzen Ruck im Bild.</p>
<p>Die letzten zwei Filme wurden nicht in 2.35:1-Scope gedreht, sondern in 1.66:1, wurden jedoch wie die anderen Filme anamorph abgetastet, so daß Balken rechts und links vom Bild zu sehen sind. Die Transfer dieser Filme sehen nicht so scharf wie die anderen aus und wurden sehr stark mit einem Rauschfilter behandelt, der das Bild bei Bewegung schwammig macht und deutliche Nachzieheffekte produziert. Auch hier wurden diverse Beschädigungen mit einem automatischen Filter entfernt, allerdings sind die Reste nicht ganz so stark sichtbar. Dafür ist das Bild auch viel ruhiger und sauberer als bei den älteren Filmen.   </p>
<p>Die Farben machen durchweg einen sehr guten Eindruck, haben allerdings bei den vier älteren Filmen ein typisches 60er-Jahre-Aussehen, weil als Farbsystem Eastmancolor zum Einsatz kam, das eine typische pastellartige Farbpalette hat. Generell sind die Farben aber sehr kräftig und natürlich, was besonders bei den vielen Außenaufnahmen sehr gut zur Geltung kommt. Helligkeit und Kontrast sind sehr gut ausgeglichen, lediglich bei den ersten zwei Filmen neigen weiße Bildteile etwas zu überstrahlen. </p>
<p>Diese Transfer sind zwar nicht mit z.B. den Karl May-DVDs vergleichbar, weil Universum auf Bildmaterial vom französischen Lizenzgeber angewiesen ist, aber wie schon bei den vorherigen Louis de Funes-DVDs ist die Bildqualität den Umständen und dem Alter der Filme entsprechend wirklich gelungen. Die hier erwähnten Mängel sieht man nur bei sehr genauem Hinschauen auf hochauflösenden Displays, auf normalen Bildröhren sehen diese DVDs einfach hervorragend aus.</p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/gendarm2.jpg" class="right" alt="" /><strong>Ton</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu den ersten beiden Louis de Funes-Boxen wurde bei den Tonspuren dieser DVDs auf einen Surround-Upmix verzichtet und stattdessen die ursprünglichen Mono-Abmischungen gründlich überarbeitet, die erstaunlich gut klingen. Wieder sind sowohl die deutsche Synchronfassung und das französische Original dabei, inklusive Untertitelspuren in beiden Sprachen &#8211; leider sind die deutschen Untertitel wieder nur Transkripte der Synchro und keine Übersetzung des Originals. </p>
<p>Die französischen Tonspuren klingen durchweg etwas besser als die deutschen Fassungen &#8211; allerdings nicht bei den ersten beiden Filmen, wo es sich seltsamerweise genau umgekeht verhält. Generell ist die Tonqualität aber sehr gut, insbesondere die Musik klingt für eine alte Mono-Tonspur bei allen Filmen erstaunlich knackig und läßt lediglich bei der französischen Fassung der ersten zwei und den deutschen Versionen der restlichen Filme im Vergleich zu den jeweils anderen Tonspuren etwas an Höhen vermissen. Die Dialogwiedergabe ist bei der deutschen Fassung etwas besser, aber auch steriler &#8211; die Originalstimmen klingen dagegen meist ein wenig dumpfer und haben mehr Nebengeräsche, hören sich aber auch viel natürlicher und lockerer an.</p>
<p>Da der erste Film bisher in Deutschland immer geschnitten war, sind einige Stellen auf der deutschen Tonspur von Der Gendarm von St. Tropez auf französisch, die deutschen Untertitel werden an diesen Stellen automatisch eingeschaltet. Angesichts der Tatsache, daß zwei der vorherigen De Funes-DVDs noch geschnitten waren und nur eine die fehlende Sequenz als Extra mitbrachte, ist die hier verwendete Lösung sehr lobenswert, auch wenn sie die Fans der deutschen Synchro sicher irritieren wird.</p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/gendarm3.jpg" class="right" alt="" /><strong>Extras</strong></p>
<p>Wenn es etwas negatives über die Louis de Funès-DVDs von Universum zu berichten gibt, dann über das Verpackungsdesign: zwar gibt es an den schlichten Keepcases im Pappschuber im Prinzip nichts auszusetzen &#8211; es müssen ja nicht immer aufwendige Digipacks sein -, aber die nunmehr fünf Boxsets mit ihren insgesamt sechzehn DVDs sehen mit ihrem schrecklich simplen 70er-Jahre-Retro-Design sehen praktisch alle gleich aus! Nichts gegen ein einheitliches Coverdesign bei einer Filmreihe, aber hier hat es sich Universum doch sehr einfach gemacht. Die Gestaltung der Fantomas-DVDs ist zwar auch schlicht, aber für sich gelungen &#8211; warum man dann nicht die sechs Gendarm-Filme aus der De Funès-Collection herauslösen und separat mit eigenem Design vermarkten konnte, ist unverständlich &#8211; wahrscheinlich wäre es zu teuer geworden.</p>
<p>Zu den Extras läßt sich erfreulicherweise sagen, daß sich tatsächlich ein paar wenige auf den DVDs eingefunden haben. Jeder Film wird von seinem Kinotrailer im französischen Original ohne Untertitel und im nicht-anamorphen Originalformat begleitet &#8211; die nicht besonders gute Qualität der Trailer zeigt, wie schlimm die Bildqualität der Filme ohne Remastering hätte aussehen können. Das einzige weitere Filmbezogene Extra befindet sich auf der DVD des letzten Films: Louis de Funès&#8217; Auftritt bei Rudi Carrells &#8220;Das Laufende Band&#8221; um 1982 zur Promotion seines neuen Films. Es muß einer der letzten öffentlichen Auftritte des eigentlich sehr fernsehscheuen Louis de Funès vor seinem Tod 1983 gewesen sein &#8211; man sieht, daß er sich in seinem Gendarm-Kostüm nicht so richtig wohlfühlt und merkt, daß der Mensch hinter den lauten, polternden Charakteren eigentlich sehr ruhig und zurückhaltend ist. Ein richtiges Interview oder ähnliches wäre an dieser Stelle zwar wünschenswert gewesen, aber es ist nett daß Universum den einzigen Auftritt des französischen Starkomikers im deutschen Fernsehen mit auf die DVD gebracht hat.</p>
<p>Jede Disc ist außerdem mit der gleichen Trailershow ausgestattet, die aus drei Fantomas-Trailern (die auf den normalen Fantomas-DVDs selbst nicht vorhanden waren und einer teureren limitierten Auflage vorenthalten blieben), einem Trailer für die Edgar-Wallace-Boxen und drei Pierre-Richard-Trailern bestehen.</p>
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		<title>DVD-Kurzkritik: Winnetou-Boxen 1-3</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2005/06/23/dvd-kurzkritik-winnetou-boxen-1-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2005 15:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[“Pass ma uff, jez mach ma Karl May&#8230;” soll der Berliner Filmproduzent Horst Wendlandt gesagt haben, als ihn sein elfjähriger Sohn fragte, ob er immer nur Edgar Wallace verfilmen wollte. 1962 wurde Der Schatz im Silbersee, der erste Winnetou-Film nach den Abenteuer-Romanen von Karl May gedreht und entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg, auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Pass ma uff, jez mach ma Karl May&#8230;” soll der Berliner Filmproduzent <a href="http://us.imdb.com/name/nm0920875/">Horst Wendlandt</a> gesagt haben, als ihn sein elfjähriger Sohn fragte, ob er immer nur Edgar Wallace verfilmen wollte. 1962 wurde <a href="http://us.imdb.com/title/tt0056452/">Der Schatz im Silbersee</a>, der erste Winnetou-Film nach den Abenteuer-Romanen von <a href="http://us.imdb.com/name/nm0562015/">Karl May</a> gedreht und entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg, auf den zehn weitere Filme folgten. Schon vor fünf Jahren hatte Kinowelt vier der Filme als DVD veröffentlicht, aber dann nicht weitergemacht. Nun sind die Rechte wieder bei <a href="http://www.rialto-film.de">Rialto Film</a> in der Hand der Wendlandt-Familie, die sich um eine ordentliche DVD-Veröffentlichung von neun der elf Winnetou-Filme gekümmert haben. Diese gibt es seit diesem Frühjahr in drei opulent ausgestatteten DVD-Boxen, die ich mir in dieser Kurzreview zusammen angeschaut habe.<br />
<span id="more-30"></span></p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/winnetou1.jpg" class="right" alt="" /><strong>Bild</strong></p>
<p>Es ist unmöglich die Bildqualität aller neun Filme über einen Kamm zu scheren, aber ich will versuchen hier wenigstens einen Überblick über die neuen Abtastungen zu geben. Diese sind in Anbetracht des Alters der Filmvorlagen wirklich hervorragend gelungen und besonders bei den schon zuvor von Kinowelt veröffentlichten Filmen eine riesige Verbesserung. </p>
<p>In den folgenden Transfervergleichen wird der Unterschied sehr gut deutlich:</p>
<p>• <a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-silbersee.htm">Der Schatz im Silbersee</a><br />
• <a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-winnetou1.htm">Winnetou I</a><br />
• <a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-winnetou2.htm">Winnetou II</a><br />
• <a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-winnetou3.htm">Winnetou III</a></p>
<p>Abgetastet wurden die Filme diesmal von den besten Interpositiven aus den Archiven von Rialto und nicht wie bei den Kinowelt-DVDs aus verschiedenen abgenutzten Kinokopien. Die Filmvorlagen wurden aufwendig digital gesäubert, so daß man keine großen Beschädigungen, Fussel oder Kratzer mehr sieht. Nur selten kann man kleinere Imperfektionen wie kurz auftauchende Laufstreifen oder ein paar vereinzelte Staubkörnchen beobachten, wofür man allerdings eine große Lupe benötigt.</p>
<p>Die Körnigkeit des Filmmaterials wurde zwar mit einem Filter bearbeitet, aber es ist oft noch eine ganz gesunde Dosis davon sichtbar, die den Eindruck einer richtigen Filmprojektion und keiner digitalen Matscherei gibt. Mit dem Rauschfilter wurde sehr vorsichtig umgegangen, so daß keine unangenehmen Nachzieheffekte oder anderes auftauchen.</p>
<p>Die Schärfe ist je nach Film gut bis hervorragend, bleibt aber in jedem Film auf einem konstanten Niveau. Bei einigen Filmen wurde deutlich sichtbar digital nachgeschärft, was stellenweise zu den berühmt-berüchtigten Edge-Enhancement-Doppelkanten geführt hat, aber ansonsten dem Bild ein sehr knackiges Aussehen gibt, ohne dabei zu künstlich zu wirken. Besonders die vielen Landschaftsaufnahmen sehen dadurch sehr plastisch und fast dreidimensional aus, und oft zeigen sich Details im Bild, die noch nie zuvor zu sehen waren.</p>
<p>Das quietschbunte Farbtiming der vier alten Kinowelt-DVDs wurde in Rente geschickt und durch die korrekte, etwas gedämpftere Eastman-Color-Farbpalette ersetzt. Viele mögen jetzt nach den knackigen, kräftigen Farben schreien, aber so haben diese Filme auch früher im Kino nicht ausgesehen &#8211; die neuen DVDs zeigen dagegen das richtige Farbtiming, das zwar weniger Wert auf kräftige Rot- und Blautöne legt, aber dafür die Hauttöne genau richtig zeigt und die Landschaftsaufnahmen viel natürlicher aussehen läßt.</p>
<p>Letztlich ist das besonders ruhige Bild sehr bemerkenswert &#8211; der Bildstand ist erstaunlich stabil und leistet sich keinerlei Ruckeln, Wackeln oder Zittern, was bestimmt nur einer aufwendigen digitalen Korrektur zu verdanken ist. So ganz verbergen könnne diese Transfer das Alter der Filme nicht, aber es wurde doch alles mögliche getan um sie wirklich gut aussehen zu lassen, ohne dabei ein vernünftiges filmähnliches Aussehen zu opfern. </p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/winnetou2.jpg" class="right" alt="" /><strong>Ton</strong></p>
<p>Auch bei den Tonspuren wurde einiger Aufwand betrieben um die bestmöglichste Qualität zu erreichen &#8211; und nicht nur das: außer den restaurierten deutschen Mono-Tonspuren und den 5.1-Abmischungen sind sechs der neun Filme sogar mit englischem Ton ausgestattet. </p>
<p>Die deutschen Tonspuren wurden nicht von zweitklassigen Lichtton-Kopien überspielt, sondern von den Magnetton-Perfo-Bändern, deren Klang vorsichtig optimiert wurde. Die original Mono-Abmischungen hören sich bemerkenswert gut an &#8211; Dialoge sind bestens verständlich und sogar die Musik klingt erstaunlich kräftig und gar nicht so dünn wie man bei Filmen dieses Alters erwarten würde. Klirren oder Rauschen sind auch kein Problem, letzteres tritt nur in einem ganz geringen Rahmen auf.</p>
<p>Die 5.1-Tracks wurden nicht von einer fertig gemischten Mono-Quelle erstellt, sondern von den getrennten Dialog, Musik und Effekt-Perfo-Bändern. Von Winnetou und sein Freund Old Firehand konnten keine Perfo-Bänder mehr gefunden werden, deshalb wurde von diesem Film auch keine Mehrkanal-Abmischung erstellt. Die 5.1-Tonspuren werden deutlich als Beigabe zu den restaurierten Mono-Spuren angeboten, sind aber größtenteils sehr gut gelungen. </p>
<p>Die Musik ist nicht als diskrete Stereo-Abmischung zu hören, sondern ein Mono-Upmix, der gelegentlich sehr künstlich klingt, sich aber oft sogar besser und luftiger als auf der Mono-Spur anhört. Die Geräusche wurden nicht neu erstellt, sondern wie die Musik stereoisiert &#8211; allerdings wurde dabei nicht zu sehr übertrieben, denn gelegentlich kommt schon mit der Musik zusammen etwas wie Raumklang auf, aber ständig wird man nicht aus allen Lautsprechern bombardiert. Die Stimmen beschränken sich auf den mittleren Kanal und klingen exakt genauso wie in der Mono-Tonspur.</p>
<p>Die englischen Tonspuren wurden nicht so aufwendig restauriert und scheinen von Lichtton-Quellen zu stammen, die natürlich nicht so gut wie die deutschen Fassungen klingen können. Ein deutlich schlechterer Frequenzumfang und ein höherer Rauschpegel sind aber auch schon die schlimmsten Probleme dieser Tonspuren, die letztendlich aber doch noch eine akzeptable Qualität bieten. Bei einigen Filmen war die englische Fassung nicht vollständig &#8211; die fehlenden Passagen wurde durch die deutsche Tonspur ergänzt, wodurch man allerdings den Qualitätsunterschied deutlich merkt. </p>
<p>Die drei Filme, bei denen keine englische Tonspur dabei ist, sind Winnetou III, Winnetou und sein Freund Old Firehand und Der Ölprinz. Deutsche Untertitel gibt es zu allen Filmen, englische aber leider nur zu denen, die auch mit einer englischen Tonspur ausgestattet sind. </p>
<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/winnetou3.jpg" class="right" alt="" /><strong>Extras</strong></p>
<p>Das Bonusmaterial ist überrasched reichhaltig ausgefallen und befindet sich jeweils auf der dritte DVD der Sets. Das bemerkenswerteste sind die drei &#8220;Interview-Dokumentationen&#8221; mit jeweils ca. 20 Minuten Länge – dabei handelt es sich nicht nur um eine staubtrockene Interview-Sammlung, sondern auch eine beeindruckende Vor-Ort-Dokumentation, denn einige der Schauspieler wurden an den Originalschauplätzen interviewt. Pierre Brice, Ralf Wolter, Marie Versini, Dunja Raijter, Matthias Wendtland, Everhard Dycke, Rik Battaglia, Götz George, Vladimir Tadej, Martin Böttcher und Eva Ebner melden sich in aktuellen Interviews zu Wort und plaudern dabei ausführlich aus dem Nähkästchen.</p>
<p>In den Extras der zweiten und dritten Box befinden sich jeweils auch noch zwei Archiv-Interviews mit Regisseur Harald Reinl und Produzent Horst Wendlandt. Weitere Extras sind einige Wochenschau-Ausschnitte über die Dreharbeiten der Filme &#8211; etwas, was ungefähr den heutigen Mini-Making-Ofs entspricht, nicht ganz so aufregende Filmfehler-Quizspiele und einige etwas spärlich bestückte Bildergalerien. Die letzten Extras bestehen aus den Trailern, von denen für jeden Film meist mehrere vorhanden sind, teilweise sind sogar englischsprachige Versionen dabei. </p>
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		<title>Coffee &amp; Cigarettes Kurzreview</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2005/06/07/coffee-cigarettes-kurzreview/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2005 23:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dusty</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[‘Coffee &#038; Cigarettes‘ sind elf schwarz-weiße Kurzfilme über die Situationen rund um den Konsum von Kaffee und Zigaretten. Von Jim Jarmusch über einen Zeitraum von 17 Jahren gedreht und nun zu einem Gesamtfilm zusammengestellt ließ der Film nicht lange auf eine DVD-Veröffentlichung warten: die amerikanische DVD erschien im Herbst von MGM und nun wurde &#8220;Coffee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>‘<a href="http://www.imdb.com/title/tt0379217/">Coffee &#038; Cigarettes</a>‘ sind elf schwarz-weiße Kurzfilme über die Situationen rund um den Konsum von Kaffee und Zigaretten. Von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000464/">Jim Jarmusch</a> über einen Zeitraum von 17 Jahren gedreht und nun zu einem Gesamtfilm zusammengestellt ließ der Film nicht lange auf eine DVD-Veröffentlichung warten: die amerikanische DVD erschien im Herbst von MGM und nun wurde &#8220;Coffee &#038; Cigarettes&#8221; von Kinowelt über das Arthaus-Label auch in Deutschland herausgebracht. <span id="more-22"></span></p>
<p>Der Film wird im anamorphen Originalformat und ausschließlich mit englischem Ton mit optionalen deutschen Untertiteln präsentiert. Auch über die Tonqualität kann man nicht klagen, aber ob eine 5.1-Abmischung bei einer Tonspur, die fast nur aus frontlastigen Stimmen und Geräuschen besteht wirklich Sinn macht, ist doch zu bezweifeln.</p>
<p>Auf der DVD von Arthaus befinden sich neben einigen Trailern zu anderen Jarmusch Filmen sowie zu „Paris, Texas“ und „Blue in the Face“ das Musikvideo „Tabletops“, ein Outtake von Bill Murray und ein kurzes Interview mit Taylor Mead. Die Extras unterscheiden sich nicht mit denen der US-DVD und kommen etwas mager rüber, was aber nicht weiter stört, selbst wenn eine kurze Dokumentation recht interessant gewesen wäre.</p>
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		<title>MASH Season 3&amp;4 Kurzkritik</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2005/06/04/mash-season-34-kurzkritik/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2005 15:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kurzkritiken]]></category>

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		<description><![CDATA[20th Century Fox bringt auch in Deutschland immer mehr Fernsehserien heraus und vernachlässigt dabei auch die älteren Titel nicht &#8211; MASH ist eins der besten Beispiele. Während es in den USA schon acht Staffeln auf DVD gibt, sind in Deutschland gerade erst die dritte und vierte Staffel erschienen, aber immerhin bekommt man mit den deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20th Century Fox bringt auch in Deutschland immer mehr Fernsehserien heraus und vernachlässigt dabei auch die älteren Titel nicht &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0068098/">MASH</a>  ist eins der besten Beispiele. Während es in den USA schon acht Staffeln auf DVD gibt, sind in Deutschland gerade erst die dritte und vierte Staffel erschienen, aber immerhin bekommt man mit den deutschen Ausgaben auch die gelungene Synchronfassung mit dazu. Während die dritte DVD-Box ungefähr die gleiche Bild- und Tonqualität wie Staffel 2 hat und sogar leichte Verbesserungen zeigt, ist die vierte Staffel seltsamerweise beim Bild nicht mehr ganz so gut.<br />
<span id="more-20"></span><br />
Wirklich perfekt kann MASH natürlich nicht aussehen, weil die Serie in den ersten Seasons auf 16mm-Film gedreht wurde, aber immerhin sahen die ersten drei Staffeln noch wie richtige Filmtransfer aus. Die vierte Staffel hat dagegen einen deutlichen Video-Look &#8211; das Bild ist sehr unscharf und matschig, und auf den Titelschriften und nicht wenigen Kanten ist ein deutliches Composite-Kantenkräuseln zu sehen. Offenbar hat Fox für diese Staffel nur ein analoges Videomaster zur Verfügung gehabt, dessen Einschränkungen jedoch auf normalen Bildröhren nicht ganz so stark auffallen. Von VHS-Bildqualität kann man hier natürlich nicht reden, aber es ist doch ein Rückschritt gegenüber den vorherigen Staffeln.</p>
<p>Bei den Tonspuren hat es auch etwas ducheinander gegeben. Es sind zwar wieder drei Spuren &#8211; Englisch ohne und mit Laughtrack und die deutsche Synchro &#8211; dabei und die Tonqualität ist auch den Umständen entsprechend gut. Aber nur die dritte Staffel hat eine Tonhöhenkorrektur auf den englischen Tonspuren, die vierte dagegen seltsamerweise nicht mehr. Hoffentlich entscheidet sich Fox bei den nächsten RC2-Veröffentlichungen von MASH mal für das eine oder andere, denn sonst irritiert der merkbar andere Klang von Musik und Stimmen doch erheblich. </p>
<p>Trotz dieser kleinen Probleme sind die dritten und vierten MASH-DVD-Boxen in ihren deutschen Ausgaben gut gelungen und bei einem Preis von knapp 25 Euro kaum teurer als die amerikanischen DVDs. Letztendlich kommt es hier mehr auf den Inhalt als auf die Bild- und Tonqualität an, denn man sollte nicht unterschätzen daß man hier auf einen Rutsch 48 Episoden einer hervorragenden Serie auf einmal geboten bekommt, die zu VHS-Zeiten besonders in Verbindung mit Originalton unbezahlbar gewesen wären. </p>
<p>Eine ausführliche Kritik der beiden Staffeln wird demnächst natürlich auch noch folgen, dies war nur der Versuch einer ersten DVD-Kurzkritik :-).</p>
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