TV-Tipp: The Prisoner bei arte
Eine kleine Zwischenmeldung aus der Sommerpause: wie ich gerade erst erfahren habe, strahlt arte den britischen Fernsehserien-Klassiker The Prisoner (Nummer 6) jeweils Samstags um ca. 22 Uhr aus. Ich hatte die deutschen und englischen DVD-Boxen der Serie bereits im Frühjahr rezensiert, aber die deutschen DVDs sind derzeit leider out of print, so daß die TV-Ausstrahlung für Neugierige bestimmt interessant ist. Laut einem Telepolis-Artikel hat arte sogar die bisher nie in Deutschland gesendeten vier Episoden synchronisiert und auch die Originalfassung wird auf dem zweiten Tonkanal mitgesendet.
Auf der Webseite von arte kann man sich sogar die jeweils zuletzt gezeigten Episoden anschauen, allerdings dort nur wahlweise mit deutschem und französischen Ton. Es werden aber die neu restaurierten Bildmaster ausgestrahlt und auf dem HD-Kanal auch in High-Definition gesendet – zusammen mit der Synchronisation der ungesendeten Episoden dürfte das ein Indikator für eine baldige Neuauflage einer deutschen DVD-Box sein. Bis es soweit ist, kann ich nur unbedingt empfehlen am Samstag Abend bei arte reinzuschauen und vielleicht in die ersten zwei Episoden auf der Webseite hineinzuschnuppern.
[Update vom 29.08.: Koch Media wird am 5. November eine Neuauflage der Serie als DVD und Blu-Ray veröffentlichen. Die Extras der britischen Ausgabe werden jedoch nicht dabei sein, allerdings werden die restaurierten HD-Master und die neu von ARTE synchronisierten Episoden dabei sein.]










Knapp eineinhalb Jahre nach dem Abschluß der DVD-Film-Quadrologie feierte Matt Groenings und David X. Cohens
The same procedure as every year, oder doch nicht? Bei den 82. Academy Awards vom Sonntag hatte man schon ein gewisses DejaVu-Gefühl, denn nach Slumdog Millionaire im Vorjahr hatte mit The Hurt Locker wieder eine kleinere Produktion die Blockbuster mit dreistelligen Millionenbudgets in die Schranken verwiesen. Auch ansonsten waren viele Gewinne verdient, aber in manchen Kategorien doch etwas seltsam. Nach dem überproduzierten Monster des letzten Jahres haben diesmal Steve Martin und Alec Baldwin für eine bodenständige, aber sehr vergnügliche Show gesorgt, die sich ganz auf die Wurzeln der klassischen Oscar-Verleihungen besonnen hat.
Im Dezember gab es schon
Ausgerechnet bei
Eigentlich wollte ich auf einen Artikel zu den diesjährigen Oscar-Verleihungen ganz verzichten, aber obwohl ich die Show nicht ganz gesehen habe, möchte ich mit der Tradition doch nicht ganz brechen und wenigstens für das Archiv die Ergebnisse kommentieren. Zur Show selbst hier nur ein paar Worte: die groß angekündigte Reinvention scheint kaum stattgefunden zu haben, denn die neuen Produzenten Bill Condon und Laurence Mark hatten unter der glitzernden Oberfläche nichts wirklich Neues zu bieten. Hugh Jackman als singenden und tanzenden Showman zu engagieren war zwar keine schlechte Idee, aber herausgekommen ist dabei mehr eine Tour de Force mit viel aufgesetztem Humor und wenig Selbstironie. Immerhin wurden die Preise dann doch ganz fair, wenn auch etwas einseitig verteilt…
Falls sich jemand wundert, daß ich bisher noch keinen einzigen Buchstaben über die diesjährigen
Nachdem ich im letzten Jahr die Oscar-Verleihungen fast ignoriert hatte, habe ich das jetzt mal ausführlich nachgeholt und mir die Show diesmal komplett angeschaut. Mit einigen meiner Vermutungen lag ich ganz richtig, mit anderen lag ich aber auch ganz daneben. Eine Vorhersage war aber korrekt: es ist eine wirklich gute Show in diesem Jahr geworden – dank Jon Stewart und vielen Schauspielern und Filmemachern, die daraus mehr gemacht haben als nur eine gegenseitige Beweihräucherung.