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	<title>DVDLog.de &#187; Film &amp; TV</title>
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		<title>TV-Tipp: The Prisoner bei arte</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 20:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Zwischenmeldung aus der Sommerpause: wie ich gerade erst erfahren habe, strahlt arte den britischen Fernsehserien-Klassiker The Prisoner (Nummer 6) jeweils Samstags um ca. 22 Uhr aus. Ich hatte die deutschen und englischen DVD-Boxen der Serie bereits im Frühjahr rezensiert, aber die deutschen DVDs sind derzeit leider out of print, so daß die TV-Ausstrahlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dvdlog.de/2010/03/17/dvd-kritiken-the-prisoner/"><img class="right" src="http://www.dvdlog.de/gfx/dvd-prisoner.jpg" alt="" align="right" /></a>Eine kleine Zwischenmeldung aus der Sommerpause: wie ich gerade erst erfahren habe, strahlt <a href="http://www.arte.tv/de/film/Nummer-6/3274932.html"><strong>arte</strong></a> den britischen Fernsehserien-Klassiker <a href="http://www.dvdlog.de/2010/03/17/dvd-kritiken-the-prisoner/"><strong>The Prisoner (Nummer 6)</strong></a> jeweils Samstags um ca. 22 Uhr aus. Ich hatte die deutschen und englischen DVD-Boxen der Serie bereits im <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148071">Frühjahr rezensiert</a>, aber die deutschen DVDs sind derzeit leider out of print, so daß die TV-Ausstrahlung für Neugierige bestimmt interessant ist. Laut einem <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148071">Telepolis-Artikel</a> hat arte sogar die bisher nie in Deutschland gesendeten vier Episoden synchronisiert und auch die Originalfassung wird auf dem zweiten Tonkanal mitgesendet &#8211; ob das auch über Satellit der Fall ist, habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.</p>
<p>Auf der <a href="http://www.arte.tv/de/film/Nummer-6/3274932.html">Webseite von arte</a> kann man sich sogar die jeweils  <a href="http://videos.arte.tv/de/do_search/videos/suche?q=Nummer+6">zuletzt gezeigten Episoden anschauen</a>, allerdings dort nur wahlweise mit deutschem und französischen Ton. Es werden aber die neu restaurierten Bildmaster ausgestrahlt und auf dem HD-Kanal auch in High-Definition gesendet &#8211; zusammen mit der Synchronisation der ungesendeten Episoden dürfte das ein Indikator für eine baldige Neuauflage einer deutschen DVD-Box sein. Bis es soweit ist, kann ich nur unbedingt empfehlen am Samstag Abend bei arte reinzuschauen und vielleicht in die ersten zwei Episoden auf der Webseite hineinzuschnuppern.</p>
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		<title>TV-News: Futurama Returns</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 13:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Knapp eineinhalb Jahre nach dem Abschluß der DVD-Film-Quadrologie feierte Matt Groenings und David X. Cohens Futurama letzte Woche Donnerstag ein zweites Comeback &#8211; diesmal wieder als Fernsehserie, die nicht mehr bei Fox, sondern bei Comedy Central gesendet wird. Die ersten Kritiken der sechsten Staffel sind sehr vielversprechend und die vielen Ausschnitte auf der Webseite der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.bibra-online.de/gfx/tv-futurama6.jpg" alt="" class="right"/>Knapp eineinhalb Jahre nach dem Abschluß der DVD-Film-Quadrologie feierte Matt Groenings und David X. Cohens <strong><a href="http://www.comedycentral.com/shows/futurama/index.jhtml">Futurama</a></strong> letzte Woche Donnerstag ein zweites Comeback &#8211; diesmal wieder als Fernsehserie, die nicht mehr bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/20th_Century_Fox_Television">Fox</a>, sondern bei <a href="http://www.comedycentral.com">Comedy Central</a> gesendet wird. Die <a href="http://www.metacritic.com/tv/shows/futuramaseason7?q=Futurama">ersten Kritiken</a> der sechsten Staffel sind sehr vielversprechend und die vielen Ausschnitte auf der <a href="http://www.comedycentral.com/shows/futurama/index.jhtml">Webseite der Serie</a> machen einen tollen Eindruck. Leider werden wir die neue <em>Futurama</em>-Staffel hier in Deutschland wie üblich erst gar nicht in der Originalfassung zu sehen bekommen und bis zu einer DVD-Veröffentlichung wird es noch einige Zeit dauern, aber bis es soweit ist, weiß man sich als <em>Futurama</em>-Fan ja sicher zu helfen.</p>
<p>Zum Abschluß dieses hitzebedingt etwas knappen Artikels noch eine Zusammenfassung der Futurama-Reviews, die ich letztes Jahr komplett überarbeitet hatte:</p>
<p><a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futurama01.htm">Season 1 »</a> | <a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futurama02.htm">Season 2 »</a> | <a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futurama01.htm">Season 3 »</a> | <a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futurama04.htm">Season 4 »</a><br />
<a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futuramamovie1.htm">Bender&#8217;s Big Score »</a> | <a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futuramamovie2.htm">The Beast With A Billion Backs »</a><br />
<a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futuramamovie3.htm">Bender&#8217;s Game »</a> | <a href="http://www.bibra-online.de/dvd-futuramamovie4.htm">Into The Wild Green Yonder »</a></p>
<p><a href="http://www.dvdlog.de">DVDLog</a> legt jetzt erstmal eine kleine Sommerpause ein &#8211; mehr dazu drüben in einem <a href="http://blog.bibra-online.de/2010/07/04/hitzefrei-web-urlaub/">Artikel bei Bibra-Online.de</a>. Ich melde mich dann demnächst wieder! :-)</p>
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		<title>Oscars 2010 Nachlese</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2010/03/09/oscars-2010-nachlese/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 23:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[The same procedure as every year, oder doch nicht? Bei den 82. Academy Awards vom Sonntag hatte man schon ein gewisses DejaVu-Gefühl, denn nach Slumdog Millionaire im Vorjahr hatte mit The Hurt Locker wieder eine kleinere Produktion die Blockbuster mit dreistelligen Millionenbudgets in die Schranken verwiesen. Auch ansonsten waren viele Gewinne verdient, aber in manchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/oscars2010.jpg" alt="" class="right"/>The same procedure as every year, oder doch nicht? Bei den <strong>82. Academy Awards</strong> vom Sonntag hatte man schon ein gewisses DejaVu-Gefühl, denn nach <strong>Slumdog Millionaire</strong> im Vorjahr hatte mit <strong>The Hurt Locker</strong> wieder eine kleinere Produktion die Blockbuster mit dreistelligen Millionenbudgets in die Schranken verwiesen. Auch ansonsten waren viele Gewinne verdient, aber in manchen Kategorien doch etwas seltsam. Nach dem überproduzierten Monster des letzten Jahres haben diesmal <strong>Steve Martin</strong> und <strong>Alec Baldwin</strong> für eine bodenständige, aber sehr vergnügliche Show gesorgt, die sich ganz auf die Wurzeln der klassischen Oscar-Verleihungen besonnen hat.<br />
<span id="more-1277"></span></p>
<p>Inszeniert von den beiden Filmproduzenten <strong>Bill Mechanic</strong> und <strong>Adam Shankman</strong> sowie dem Musikshow-Regisseur <strong>Hamish Hamilton</strong> war es diesmal eine durch und durch gelungene Show, bei der zwar ein paar Grundzutaten wie Live-Darbietungen der Filmscores und -Songs und ein aufwendiger Eröffnungsfilm gefehlt haben, das aber mit viel Charme und Humor wieder wett gemacht wurde.</p>
<p>Schon im vorletzten Jahr hatte <strong>Jon Stewart</strong> gefragt, &#8220;Does this town need a hug?&#8221; und spielte damit auf den Umstand an, daß statt Komödien immer mehr ernste Dramen nominiert wurden und dann auch meistens gewannen. Diesmal war es fast wieder so, denn gerade Kathryn Bigelows <b>The Hurt Locker</b> ist nicht gerade leichte Kost und auch die meisten anderen Filme sind auch nicht gerade wirklich entspannende Unterhaltung &#8211; ganz unabhängig von der filmemacherischen Qualität natürlich, denn gerade <b>The Hurt Locker</b> mag zwar ein unbequemer Film sein, ist aber deswegen noch lange nicht schlecht. </p>
<p>Im krassen Gegensatz zu den Awards von 1997, als sich <strong>James Cameron</strong> mit elf Oscars für <strong>Titanic</strong> zum King of the World machte, ging der Regisseur mit seinem 3D-Spektakel <strong>Avatar</strong> geradezu leer aus: er gewann nur drei von neun Nominierungen und die auch nur in technischen Kategorien. Seine Ex-Frau <strong>Kathryn Bigelow</strong> konnte mit <b>The Hurt Locker</b> dagegen von neun Nominierungen sechs einstreichen, davon die Hälfte in den Hauptkategorien Regie, Drehbuch und bester Film. Die Zeiten haben sich halt verändert, heute lassen sich die Academy-Mitglieder nicht mehr so einfach von massiven Boxoffice-Zahlen beeindrucken. Letztendlich ist <strong>Kathryn Bigelow</strong> auch die erste Frau, die einen Regieoscar gewonnen hat &#8211; obwohl dieser Faktor eigentlich gar nichts mit ihrem Film zu tun hat, aber gerne von der Presse als großer Durchbruch zitiert wird.</p>
<p>Kommen wir aber erst einmal zu meinen Lieblingskategorien, den Trickfilmen. Ärgerlicherweise hat Coraline gegen die Pixar-Disney-Schmonzette <strong>Up </strong>gewonnen, obwohl Henry Selicks Verfilmung von Neil Gaimans Novelle eigentlich der viel bessere Film ist. Auch bei den animierten Kurzfilmen hatte die Academy eine seltsame Wahl getroffen: während das wundervolle neue <strong>Wallace &#038; Gromit</strong>-Abenteuer leer ausging, gewann mit <strong>Logorama</strong> ein optisch nach Flash-Grafik aussehender Film, der sein Konzept einer aus Werbeikonen bestehenden Welt deutlich überstrapaziert. </p>
<p>In meiner zweitliebsten Kategorie, der Filmmusik, waren die Auszeichnungen dagegen ehrlich verdient: <strong>Michael Giacchino</strong> hat nach einer erfolglosen Nominierung für <strong>Ratatouille</strong> endlich einen Oscar für seine wundervolle Score von Pixars <strong>Up</strong> gewonnen und konnte sich dabei erfolgreich unter anderem gegen die Altmeister James Horner und Hans Zimmer verteidigen. Bei den Songs, die diesmal leider nicht live vorgetragen wurden, konnten sich <strong>T-Bone Burnett</strong> und <strong>Ryan Bingham</strong> mit dem Folksong <strong>The Weary Kind</strong> aus <strong>Crazy Heart</strong> gegen eine Doppelnominierung von Randy Newman, einen Song aus Frankreich und eine andere reichlich laute Nummer durchsetzen. </p>
<p>Und natürlich noch ein paar Worte zu den Schauspielern: <strong>Jeff Bridges</strong> hat nach vier erfolglosen Nominierungen, von denen die erste schon 35 Jahre zurückliegt, endlich einen Oscar gewonnen &#8211; sicher wegen seiner Rolle in <strong>Crazy Heart</strong>, aber der Umstand, daß seine diesjährigen Hauptkonkurrenten <strong>George Clooney</strong> und <strong>Morgan Freeman</strong> bereits in der Vergangenheit ausgezeichnet wurden, wird wohl auch eine Rolle gespielt haben. Bei den Damen landete <strong>Sandra Bullock</strong> für <strong>The Blind Side</strong> einen Überraschungsoscar, denn sie hatte zuvor schon einen Razzie für <strong>All About Steve</strong> kassiert &#8211; so etwas passiert selten.</p>
<p>Bei den Nebendarstellern dürfte der Lokalpatriotismus hierzulande Amok laufen, denn gewonnen hatte ausgerechnet <strong>Christoph Walz</strong> als Über-Nazi in Quentin Tarantinos <strong>Inglorious Basterds</strong> &#8211; so einer Rolle können anscheinend die Amerikaner einfach nicht widerstehen und haben sogar den wundervollen <strong>Christopher Plummer</strong> dafür leer ausgehen lassen. Ob bei den Damen <strong>Mo&#8217;Nique</strong> für <strong>Precious</strong> ein gerechter Gewinn war, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber vielleicht hätten es die anderen Schauspielerinnen genauso gut verdient. </p>
<p>Die weiteren Kategorien lasse ich ausnahmsweise einmal unkommentiert, da ich über die nominierten Filme nicht viel mitbekommen habe. Es bleibt aber zu hoffen, daß nächstes Jahr der seit 2005 anhaltende Fluch der Oscar-Verleihungen gebrochen wird und nicht wieder jede zweite ein Langweiler wird. Wie wäre es denn mal mit Jon Stewart und Stephen Colbert als nächste Gastgeber? :-)</p>
<p>Zum Schluß noch ein paar interessante Links:<br />
&raquo; <a href="http://www.huffingtonpost.com/alec-baldwin/thoughts-on-hosting-the-2_b_490353.html">Alec Baldwin in der Huffington Post über seiner Erfahrung als Oscar-Host</a><br />
&raquo; <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/03/07/AR2010030703918.html?hpid=features1&#038;hpv=national">Die <em>Washington Post</em> war ausnahmsweise einmal begeistert</a><br />
&raquo; <a href="http://www.abc.net.au/news/stories/2010/03/09/2840262.htm?section=entertainment">Es waren die besten Einschaltquoten seit fünf Jahren</a></p>
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		<title>Film/TV: Metropolis Restauration 2010</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2010/02/13/filmtv-metropolis-restauration-2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 20:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Fritz Langs Metropolis ist endlich wieder fast komplett &#8211; über achtzig Jahre nach der Uraufführung fand gestern zeitgleich in Berlin und Frankfurt die Premiere der neuesten Restauration des Films statt. arte hatte nicht wie ursprünglich angekündigt aus Frankfurt, sondern aus Berlin gesendet, wo auch ein Public Viewing in Eiseskälte am Brandenburger Tor stattfand. Trotz aller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dvdlog.de/2010/02/13/filmtv-metropolis-restauration-2010/"><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/movie-metropolis2010.jpg" alt="" class="right"/></a>Fritz Langs <strong>Metropolis</strong> ist endlich wieder fast komplett &#8211; über achtzig Jahre nach der Uraufführung fand gestern zeitgleich in Berlin und Frankfurt die Premiere der neuesten Restauration des Films statt. <a href="http://www.arte.tv">arte</a> hatte nicht <a href="http://www.dvdlog.de/2010/02/07/kinotv-news-metropolis-premiere/">wie ursprünglich angekündigt</a> aus Frankfurt, sondern aus Berlin gesendet, wo auch ein Public Viewing in Eiseskälte am Brandenburger Tor stattfand. Trotz aller Befürchtungen hatte der Sender aber alles richtig gemacht: zumindest bei der Ausstrahlung über Astra wurde für den Film auf 4:3 umgeschaltet, während das Vorprogramm und die nachfolgende Dokumentation in 16:9 gesendet wurden. Mehr über die neue Restauration im Rest des Artikels, der zum Schluß auch einen Vergleich mit der alten DVD und Bilder von den gefundenen Szenen enthält. </p>
<p><span id="more-1232"></span></p>
<p><em>English-speaking visitors: <a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-metropolis2010.htm">please click here</a> for the comparison between the previous dvd and the broadcast with the images of the newly added scenes.</em></p>
<p>Die Laufzeit des Films betrug knapp 150 Minuten bei einer Geschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde. Mit der <a href="http://www.dvdlog.de/2008/07/03/kino-news-langfassung-von-metropolis-gefunden/">2008 in Buenos Aires gefundenen Kopie</a> konnten fast alle vorherigen Lücken geschlossen werden, lediglich eine längere Szene im letzten Drittel der Handlung und zwei kürzere Sequenzen, die zusammen etwa acht Minuten lang sind, fehlen noch. Es wurden aber nicht nur viele Schlüsselszenen wiederhergestellt, sondern auch einige kurze Einstellungen im ganzen Film ergänzt, die manchmal nur ein paar Sekunden lang sind. Die Handlung macht jetzt durchgehend Sinn und auch die allerletzten Rätsel sind nun gelöst &#8211; insbesonders der Subplot mit Fredersens Spion, dem &#8220;Schmalen&#8221; und Josaphat, ist nun komplett und auch im Finale sind einige beeindruckende Aufnahmen zu sehen, die zuvor verschollen waren. Insgesamt ist der Film nun eine knappe halbe Stunde länger als zuvor. </p>
<p>Ein großer Wermutstropfen ist allerdings die Qualität des argentinischen Materials, das nur in einer stark abgenutzten 16mm-Kopie existierte und trotz der umfangreichen Restaurationsbemühungen immer noch deutlich schlechter aussieht als die vorherige Restauration von 2001. Zwar konnte Alpha-Omega mit Hilfe von neu entwickelten digitalen Werkzeugen die vielen Flecken und anderen Verschmutzungen entfernen und den Bildstand korrigieren, aber die vielen vertikalen Laufstreifen sind geblieben. Der Bildausschnitt ist deutlich kleiner, was bei der Premieren-Ausstrahlung durch einen Rahmen oben und links kompensiert wurde, um die Bildgröße an die des anderen Materials anzugleichen. Außerdem wurden einige Inserts wie ein handgeschriebener Zettel und eine Seite aus der Bibel digital neu erstellt.</p>
<p>Trotz aller Probleme ist das wiedergefundene Material durchaus anschaubar, wobei es mehr auf den Inhalt als auf die Bildqualität ankommt. Alleine der Umstand, daß die jahrzehntelang verschollenen Szenen, die bisher nur in Form von Textbeschreibungen bekannt waren, überhaupt wieder zu sehen sind, grenzt schon an ein Wunder. Unterstützt wurde der faszinierende Eindruck des Films durch das Live-Orchester, das sich viel besser anhörte als die Aufnahme, die für die vorherige Restauration verwendet wurde. So ist die neue und vielleicht auch letzte Restauration von Metropolis zu einer wirklichen filmhistorischen Sensation geworden.</p>
<p>Im Anschluß an die Live-Premiere hatte arte wie angekündigt die Dokumentation <em>Die Reise nach Metropolis</em> gesendet, die noch ausführlicher als der Vorgänger <em>Der Fall Metropolis</em> auf die Entstehung des Films, sein Schicksal und die zahlreichen Restaurationsbemühungen eingeht. Einen exakter Termin für eine DVD/BD-Veröffentlichung der neuen Metropolis-Fassung ist noch nicht bekannt, aber es wurde schon berichtet, daß es Ende des Jahres so weit sein wird. </p>
<p>Zum Abschluß dieses Artikels habe ich noch einen kleinen Vergleich zwischen der Fernsehausstrahlung und der DVD von 2003 erstellt, die in Sachen Bildausschnitt einige Unterschiede aufweisen. Außerdem habe ich an den Vergleich einige Bilder von den neu hinzugekommenen Szenen angefügt. </p>
<p><a href="http://www.bibra-online.de/movie-compare-metropolis2010.htm">Weiter zum Vergleich und den Bildern der gefundenen Szenen »</a></p>
<p><strong>Ergänzung vom 15.02.:</strong> <a href="http://www.dvdsavant.com">Glenn &#8220;DVD Savant&#8221;</a> hat heute auf diesen Artikel verlinkt und von Metropolis-Experte Aitam Bar-Sagi noch ein besonderes Fundstück zugesandt bekommen: <a href="http://osiris22.pi-consult.de/view.php3?show=5500009270724">Audiodateien von zwei Schellackplatten</a> mit einem Leitwort von Fritz Lang und Originalaufnahmen von den Hauptmotiven von Gottfried Huppertz&#8217; Filmmusik. </p>
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		<title>Kino/TV-News: Metropolis-Premiere</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2010/02/07/kinotv-news-metropolis-premiere/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 21:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Dezember gab es schon interessante Neuigkeiten über die Premiere der neuen Restauration von Fritz Langs Science-Fiction-Klassiker Metropolis, die durch den Fund einer fast kompletten Langfassung in Argentinien möglich geworden ist, aber jetzt ist der genaue Termin bekannt. arte wird am Freitag, den 12. Februar die Premiere live übertragen &#8211; von 20:15 bis 20:40 ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/news-metropolis.png" alt="" class="right"/>Im Dezember gab es schon <a href="http://www.dvdlog.de/2009/12/20/dvd-news-die-letzten-des-jahres/">interessante Neuigkeiten</a> über die Premiere der neuen Restauration von Fritz Langs Science-Fiction-Klassiker <strong>Metropolis</strong>, die durch den Fund einer fast kompletten Langfassung in Argentinien möglich geworden ist, aber jetzt ist der genaue Termin bekannt. <a href="http://www.arte.tv/de/programm/2151170,day=7,week=6,year=2010.html">arte</a> wird am Freitag, den <strong>12. Februar</strong> die Premiere live übertragen &#8211; von <strong>20:15 bis 20:40</strong> ist ein Vorprogramm von der Premiere in Frankfurt zu sehen, während der Film selbst von <strong>20:40 bis 23:10</strong> läuft. Um <strong>23:10 </strong>folgt dann als Abschluß eine neue, 55-minütige Dokumentation namens <em>Die Reise nach Metropolis</em>.</p>
<p>Laut dem <a href="http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1080709,day=7,week=6,year=2010.html">Programm auf der arte-Webseite</a> wird der Film in HighDefinition auf den entsprechenden Kanälen ausgestrahlt &#8211; arte ist ja über den Astra-Satelliten auch in HD empfangbar. Was das allerdings für den normalen DVB-S/C/T-Kanal bedeutet ist unklar, aber ich befürchte, daß das 4:3-Bild des Films einfach in ein 16:9-Frame codiert und so mit dicken Balken an den Seiten gezeigt wird &#8211; auf die Idee das Bild einfach auf 16:9 zu beschneiden, wird ja hoffentlich niemand kommen. Mehr dazu auf jeden Fall am nächsten Wochenende nach der Ausstrahlung!</p>
<p><font size="-2">Dieser Artikel bleibt bis Freitag Abend ganz oben, das aktuelle Posting vom Montag befindet sich darunter.</font></p>
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		<title>Breaking News: Futurama Returns &#8211; Again!</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2009/06/10/breaking-news-futurama-returns-again/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 16:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgerechnet bei Phil Plaits Bad Astronomy-Blog habe ich es eben zuerst gelesen: Comedy Central hat angekündigt, daß es neue Futurama-Episoden geben wird! Nach dem Erfolg der vier Direct-to-DVD-Filme, die bei Comedy Central auch als TV-Episoden liefen, hat der Sender jetzt 26 neue Folgen in Auftrag gegeben, die ab Mitte nächsten Jahres auf Sendung gehen werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.bibra-online.de/gfx/dvd-futuramamovie4a.jpg" alt="" class="right"/>Ausgerechnet bei <a href="http://blogs.discovermagazine.com/badastronomy/2009/06/09/sweet-gorilla-of-manila-futurama-is-really-coming-back/">Phil Plaits Bad Astronomy-Blog</a> habe ich es eben zuerst gelesen: <a href="http://www.comedycentral.com/press/press_releases/2009/061009_futurama_returns.jhtml">Comedy Central hat angekündigt</a>, daß es neue <strong>Futurama</strong>-Episoden geben wird! Nach dem Erfolg der vier Direct-to-DVD-Filme, die bei Comedy Central auch als TV-Episoden liefen, hat der Sender jetzt 26 neue Folgen in Auftrag gegeben, die ab Mitte nächsten Jahres auf Sendung gehen werden. </p>
<p>Was das für eine zukünftige DVD-Release bedeuten wird, ist jetzt noch Spekulation &#8211; aber man kann davon ausgehen, daß eine Heimvideo-Veröffentlichung nicht lange auf sich warten lassen wird, da die vier Filme sich schon sehr gut verkauft hatten. Wo die neuen Futurama-Episoden hierzulande zu sehen sein werden ist auch noch unklar &#8211; aber für den ernsthaften Futurama-Fan auch nicht weiter interessant, da die deutschen Fassungen schon immer ungenießbar waren.</p>
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		<title>Oscars 2009 Postmortem</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2009/02/26/oscars-2009-postmortem/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 14:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich auf einen Artikel zu den diesjährigen Oscar-Verleihungen ganz verzichten, aber obwohl ich die Show nicht ganz gesehen habe, möchte ich mit der Tradition doch nicht ganz brechen und wenigstens für das Archiv die Ergebnisse kommentieren. Zur Show selbst hier nur ein paar Worte: die groß angekündigte Reinvention scheint kaum stattgefunden zu haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/oscars2009.jpg" alt="" class="right"/>Eigentlich  wollte ich auf einen Artikel zu den diesjährigen <strong>Oscar-Verleihungen</strong> ganz verzichten, aber obwohl ich die Show nicht ganz gesehen habe, möchte ich mit der Tradition doch nicht ganz brechen und wenigstens für das Archiv die Ergebnisse kommentieren. Zur Show selbst hier nur ein paar Worte: die groß angekündigte Reinvention scheint kaum stattgefunden zu haben, denn die neuen Produzenten Bill Condon und Laurence Mark hatten unter der glitzernden Oberfläche nichts wirklich Neues zu bieten. Hugh Jackman als singenden und tanzenden Showman zu engagieren war zwar keine schlechte Idee, aber herausgekommen ist dabei mehr eine <em>Tour de Force</em> mit viel aufgesetztem Humor und wenig Selbstironie. Immerhin wurden die Preise dann doch ganz fair, wenn auch etwas einseitig verteilt&#8230;<span id="more-602"></span></p>
<p><strong>Slumdog Millionaire</strong> hat sie alle geplättet &#8211; was zu einem <em>Forrest Gump</em>-Jahr für <strong>The Curious Case Of Benjamin Button</strong> hätte werden können, kam dann doch ganz anders. Acht Oscars für den besten Film, die Regie, die Drehbuch-Adaption, Kamera, Filmschnitt, Musik, Song und Tonabmischung gingen an die kleine britische Filmproduktion, die nur 15 Millionen Dollar gekostet hatte und beinahe erst gar nicht in die amerikanischen Kinos gekommen wäre. Vielleicht ist es einfach ein Zeichen der finanziellen Krise, daß ein &#8220;From Rags to Riches&#8221;-Märchen einen schwer vom Marketing gepushten, uramerikanischen Film wie <strong>Benjamin Button</strong> überrollt, der sich nur mit drei technischen Oscars für Art Direction, Makeup und Visual Effects begnügen mußte.</p>
<p>Auch bei den Schauspielern gab es zumindest zwei Überraschungen: Penelope Cruz gewann für ihre Rolle in Woody Allens <strong>Vicky Cristina Barcelona</strong> als beste Nebendarstellerin und Sean Penn konnte sich als Hauptdarsteller von <strong>Milk</strong> unter anderem gegen Mickey Rourke, Brad Pitt und Frank Langella durchsetzen. Vorprogrammiert war dagegen Kate Winslets erster Oscar nach sechs Nominierungen für das Holocaust-Drama <strong>The Reader</strong> und Heath Ledgers posthume Auszeichnung als bester Nebendarsteller in <strong>The Dark Knight</strong>. Letzteres war aus Pietät und Takt natürlich unausweichlich, aber es gibt geteilte Meinungen darüber, ob Ledger auch unter anderen Umständen gewonnen hätte.</p>
<p>Da <strong>Slumdog Millionaire</strong> und <strong>The Curious Case of Benjamin Button</strong> den größten Teil der technischen Kategorien in Beschlag genommen hatten, blieb für andere Filme  nicht mehr viel übrig. Ben Burtts fantastischen Sound-Design von <strong>WALL-E</strong> mußte gegen das Trostpflaster für <strong>The Dark Knight</strong> zurücktreten und die Auszeichnung für das Kostümdesign ging erwartungsgemäß an das sonst völlig ignorierte britische Historien-Drama <strong>The Duchess</strong>. </p>
<p>Als bester Dokumentarfilm wurde überraschenderweise <strong>Man On A Wire</strong> ausgezeichnet, der einen 35 Jahre zurückliegenden Hochseil-Spaziergang zwischen den Twin Towers des World Trade Center begleitet &#8211; verloren hatte unter anderem Werner Herzogs Antarktis-Dokumentation <strong>Encounters at the End of the World</strong>. Bei den Dokumentar-Kurzfilmen konnte sich <strong>Smile Pinki</strong> durchsetzen, der ein Mädchen aus den indischen Slums mit einer gespaltenen Oberlippe begleitet, dem durch die <em>Smile Train</em>-Organisation eine Operation ermöglicht wurde.</p>
<p><strong>WALL-E</strong> hat erwartungsgemäß den Oscar für den besten Trickfilm gewonnen, wobei Dreamworks&#8217; <strong>Kung Fu Panda</strong> der Academy offenbar nicht anspruchsvoll genug war und Disneys <strong>Bolt</strong> sowieso keine ernsthafte Chance hatte. <strong>WALL-E</strong> konnte leider genauso wie Ratatouille im letzten Jahr seine anderen Nominierungen für das Drehbuch, die Musik, den Song, den Tonschnitt und die Tonmischung nicht gewinnen, was besonders bei letzteren schon sehr erstaunlich ist &#8211;  Ben Burtt hätte für seine hervorragende Arbeit eigentlich den Oscar für den besten Tonschnitt verdient.</p>
<p>Und dann wäre da noch die Kategorie des besten ausländischen Films, die diesmal ausnahmsweise nicht der deutsche Kandidat, Uli Edels zurecht viel kritisierter <strong>Baader-Meinhof-Komplex</strong> gewonnen hat, sondern der japanische Film <strong>Departures</strong> &#8211; auch der israelische Trickfilm <strong>Waltz with Bashir</strong>, der österreichische Thriller <strong>Revanche</strong> und das französische Lehrerdrama <strong>Entre Les Murs</strong> konnten die Academy nicht begeistern. In der Kurzfilm-Kategorie gewann mit <strong>Spielzeugland</strong> aber wieder einmal ein deutsches Nazi-Holocaust-Drama &#8211; es wäre ja auch ein Wunder, wenn einmal eine Oscar-Verleihung ohne dieses Thema auskommen würde!</p>
<p>Ein Ehrenoscar wurde dieses Mal nicht vergeben, aber der <strong>Jean Hersholt Humanitarian Award</strong>, den, wie schon lange vorher angekündigt wurde, der 82-jährige Komiker Jerry Lewis für sein Engagement in der von ihm mitgegründeten <em>Muscular Dystrophy Association</em> bekam.</p>
<p>Der große Verlierer waren dieses Jahr vor allem Ron Howards <strong>Frost/Nixon</strong>, der fünfmal nominiert wurde, aber überhaupt nichts gewann. Diemal waren die Oscars überhaupt auffällig unpolitisch, als ob die Academy sich gerade jetzt nicht mehr viel trauen würde &#8211; in dieser Richtung war in den vorherigen Jahren schon bedeutend mehr los.</p>
<p>Die Einschaltquoten sind zwar vom Allzeit-Tief von <a href="http://www.guardian.co.uk/film/2009/feb/24/2009-oscars-ratings-up">32 Millionen auf 36 Millionen gestiegen</a>, was aber immer noch meilenweit weit weg von den goldenen Zeiten um die Jahrtausendwende ist. Aber es gibt ja immer noch nächstes Jahr und wenn die <a href="http://www.foxnews.com/story/0,2933,499088,00.html">Gerüchte stimmen</a>, daß möglicherweise Billy Crystal wieder die Oscar-Bühne betreten wird, dürfte die nächste Show wieder richtig sehenswert werden.</p>
<p>Zum Abschluß muß man aber noch ein Lob für <strong>Pro7</strong> aussprechen, denn dieses Jahr wurde die Oscar-Verleihung das erste Mal in 16:9 und deutlich besserer Bildqualität als früher ausgestrahlt. Allerdings haben wir das wohl hauptsächlich dem Lizenzgeber zu verdanken, von dem Pro7 den Feed aus den USA bekommt und der nun endlich statt der murksigen NTSC-PAL-Normwandlung eine saubere Konvertierung des HD-Signals liefert. An eine HD-Ausstrahlung ist hier in Deutschland aber wohl nicht zu denken, seit Pro7 seine HD-Kanäle wieder dichtgemacht hat &#8211; aber hoffentlich bleibt es bei den Oscars auch in Zukunft bei einer vernünftigen 16:9-Ausstrahlung. </p>
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		<title>Oscar-Müdigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 17:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>

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		<description><![CDATA[Falls sich jemand wundert, daß ich bisher noch keinen einzigen Buchstaben über die diesjährigen Academy Awards geschrieben habe: dieses Jahr wird es von mir nicht viel in dieser Richtung zu lesen geben. Ich habe die Academy Awards eigentlich immer nur wegen der Show ansich geschaut, und dieses Jahr interessiert mich das Spektakel wegen der seltsamen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.bibra-online.de/gfx/oscars2008.jpg" alt="" class="right"/>Falls sich jemand wundert, daß ich bisher noch keinen einzigen Buchstaben über die diesjährigen <a href="http://www.oscars.com">Academy Awards</a> geschrieben habe: dieses Jahr wird es von mir nicht viel in dieser Richtung zu lesen geben. Ich habe die Academy Awards eigentlich immer nur wegen der Show ansich geschaut, und dieses Jahr interessiert mich das Spektakel wegen der seltsamen Wahl von Hugh Jackman als Host schlicht und einfach nicht. Deshalb werde ich allerhöchstens am Montag oder Dienstag ein paar Zeilen schreiben, aber auf eine große Oscar-Vorhersage werde ich dieses Jahr verzichten. Immerhin sind aber sowohl <a href="http://www.dvdlog.de/2008/12/02/dvd-kritik-kung-fu-panda/">Kung Fu Panda</a> als auch <a href="http://www.dvdlog.de/2008/12/15/dvd-kritik-walle/">WALL-E</a> im Rennen (letzterer sogar in mehr als einer Kategorie), und da interessiert mich doch, wer letztendlich gewinnt.</p>
<p>Vorher gehts aber Ende dieser Woche auf jeden Fall noch mit einer neuen <a href="http://review.dvdlog.de">DVD-Kritik </a>weiter, die eigentlich sogar thematisch recht gut zu den Oscar-Verleihungen passen wird.</p>
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		<title>Kino-News: Langfassung von Metropolis gefunden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 11:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist mal ein Breaking News wert: die Zeit meldet, daß in Buenos Aires eine Langfassung von Fritz Langs Metropolis gefunden wurde! Das macht die vollständige Rekonstruktion des Films, der auch in der neuesten Restauration von 2002 immer noch nicht vollständig war, vielleicht erstmals möglich. Genauere Details sind noch nicht bekannt, aber die Meldung scheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist mal ein <em>Breaking News</em> wert: die <a href="http://www.zeit.de">Zeit</a> meldet, daß in <a href="http://www.zeit.de/online/2008/27/metropolis-vorab">Buenos Aires eine Langfassung von Fritz Langs <em>Metropolis</em> gefunden wurde</a>! Das macht die vollständige Rekonstruktion des Films, der auch in der neuesten Restauration von 2002 immer noch nicht vollständig war, vielleicht erstmals möglich. Genauere Details sind noch nicht bekannt, aber die Meldung scheint echt zu sein &#8211; eine seriösere Quelle als die Zeit gibt es kaum, und auch Martin Koerber, der die bisherige Restauration geleitet hat, wird zitiert. Das ist mal wirklich Filmgeschichte in Aktion &#8211; wenn es weitere Informationen gibt, werde ich noch mehr darüber berichten.</p>
<p>Noch eine Ergänzung: die <a href="http://www.murnau-stiftung.de/de/04-00-00-news.html">Pressemeldung der Murnau-Stiftung</a> geht noch etwas mehr ins Detail. Es handelt sich leider nur um ein 16mm-Negativ und die Bildqualität wird als &#8220;beklagenswert&#8221; bezeichnet, aber angesichts der Seltenheit der vollständigen Fassung von <em>Metropolis</em> ist dieser Fund trotzdem eine Sensation. Mit Hilfe der heutigen Restaurationstechniken dürfte es möglich sein, das gefundene Bildmaterial zu retten, auch wenn es sicher nie die Qualität der bisher restaurierten Fassung erreichen wird &#8211; in diesem Fall ist der Inhalt einfach wichtiger.</p>
<p>4.7.: Und noch mehr Informationen: Glenn <a href="http://www.dvdsavant.com">DVD Savant</a> Erickson hat in seiner Kolumne eine weitergeleitete <a href="http://www.dvdsavant.com/">Mail von Martin Koerber</a> gepostet, die noch mehr auf den phantastischen Fund eingeht. Und die <a href="http://www.thedigitalbits.com/#mytwocents">Digital Bits schreiben</a>, daß <a href="http://www.kino.com">Kino Video</a> die fehlenden Szenen auf jeden Fall in die 2009 in den USA neu erscheinende DVD und BluRay integrieren wird &#8211; ähnliches wird bestimmt auch für eine sicher kommende deutsche DVD von Transit und der Murnau-Stiftung gelten.</p>
<p>Die komplette, ausführliche Story der wiederentdeckten Szenen gibt es natürlich in der gedruckten Ausgabe 28/08 der <a href="http://www.zeit.de">Zeit</a> in der Beilage <em>Zeit Magazin Leben</em> &#8211; es lohnt sich wirklich, der Artikel geht über 24 Seiten und besteht nicht nur aus sehr viel Text, sondern auch zahllosen Bildern des bisher verschollenen Materials. <font size="-2">(Danke an den anonymen Kommentator &#8211; ich hatte im Eifer des Gefechts die Printversion ganz vergessen, weil ich die selbst erst heute Nachmittag kaufen konnte!)</font ></p>
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		<title>Oscars 2008 &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.dvdlog.de/2008/02/27/oscars-2008-nachlese/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 16:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich im letzten Jahr die Oscar-Verleihungen fast ignoriert hatte, habe ich das jetzt mal ausführlich nachgeholt und mir die Show diesmal komplett angeschaut. Mit einigen meiner Vermutungen lag ich ganz richtig, mit anderen lag ich aber auch ganz daneben. Eine Vorhersage war aber korrekt: es ist eine wirklich gute Show in diesem Jahr geworden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dvdlog.de/gfx/oscars2008-stewart.jpg" alt="" class="right"/>Nachdem ich im letzten Jahr die <strong>Oscar-Verleihungen</strong> fast ignoriert hatte, habe ich das jetzt mal ausführlich nachgeholt und mir die Show diesmal komplett angeschaut. Mit einigen meiner Vermutungen lag ich ganz richtig, mit anderen lag ich aber auch ganz daneben. Eine Vorhersage war aber korrekt: es ist eine wirklich gute Show in diesem Jahr geworden &#8211; dank Jon Stewart und vielen Schauspielern und Filmemachern, die daraus mehr gemacht haben als nur eine gegenseitige Beweihräucherung. <span id="more-186"></span></p>
<p><strong>Die Show</strong></p>
<p>Kein großes Feuerwerk, kein riesiges Spektakel. Die achtzigsten Academy Awards waren eine überraschend zurückhaltende und fast schon traditionelle Angelegenheit, die der <a href="http://www.spiegel.de">Spiegel</a> das <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,537473,00.html">Methusalem-Bankrott</a> und die <a href="http://www.washingtonpost.com">Washington Post</a> <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/02/25/AR2008022500107_pf.html">Dark Victory at the Oscars</a> nannte. So fragte Jon Stewart gleich zu Beginn anspielend auf die düstere Atmosphäre von vielen der nominierten Filme &#8220;Does this town need a hug?&#8221;</p>
<p>Ganz so düster war die Show dann allerdings doch nicht. Das Bühnenbild im Kodak Theater war schlicht, aber elegant und ohne großen Pomp gestaltet und die Stimmung bewegte sich zwischen bissigem Humor, ehrfurchtsvoller Bewunderung und großer Freude. Jon Stewart hat wieder einmal bewiesen, daß er nicht nur einfach der Funnyman sein kann, sondern auch ein seriöser Gastgeber sein kann. Es war nicht die <em>Daily Show at the Oscars</em>, aber trotzdem sehr amüsant, unterhaltsam und auch satirisch &#8211; mehr als in den Jahren zuvor hatten die Filmemacher und Schauspieler den Mut, sich auch selbst auf den Arm zu nehmen. </p>
<p>Etwas irritierend erwies sich jedoch die rigorose Zeitbegrenzung der Danksagungen, denn manche Schauspieler und Filmemacher wurden geradezu vom Orchester von der Bühne gescheucht und die Musikerin Marketa Irglova bekam nach ihrem Partner Glenn Hansard erst gar keine Gelegenheit etwas zu sagen &#8211; das wurde fairerweise durch eine Intervention von Jon Stewart wieder gutgemacht, als sie nach einer kurzen Pause noch einmal zurück auf die Bühne geholt wurde. Die Kürze der Dankesreden hat allerdings auch dazu geführt, daß schon nach dreieinhalb Stunden alles vorbei war &#8211; die Zeiten der vierstündigen Oscar-Verleihung sind wohl nun entgültig vorbei.</p>
<p>So kurz wie die Danksagungen waren, so lang schienen diesmal die Filmmontagen zu sein &#8211; so lang, daß Jon Stewart sich mit seinem Team daraus einen Gag machte und zwei witzige Parodien produziert hat. Die eigentlichen Montagen erwiesen sich dann jedoch als völlig unspektakulär, langatmig und waren eigentlich nicht mehr als hastig aneinander gereihte Filmclips. Das hätte man noch viel besser machen können, aber vielleicht blieb nach dem Autorenstreik einfach keine Zeit mehr etwas aufwendigeres zu realisieren.</p>
<p><strong>Die besten Schauspieler und Filmemacher</strong></p>
<p>Damit hatte keiner wirklich gerechnet: <em>Joel und Ethan Coen</em> räumten mit ihrem wortkargen Thriller <strong>No Country for Old Men</strong> gleich vier Preise für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch ab und <em>Javier Bardem</em> bekam für die Rolle des psychotischen Killers auch noch den Oscar als bester Nebendarsteller. Die Coens blieben aber fast die einzigen multiplen Gewinner des Abends, mit der Ausnahme des Malen-nach-Zahlen-Actionfilms <strong>The Bourne Ultimatum</strong>, der mit den drei technischen Kategorien Filmschnitt, Tonschnitt und Tonmischung ausgezeichnet wurde. </p>
<p>Überraschend war dann auch die relativ breite Verteilung der Preise, die vielen Produktionen eine Chance gab etwas zu gewinnen. Als bester Hauptdarsteller konnte sich erwartungsgemäß <em>Daniel Day-Lewi</em>s als manischer Ölbaron in Paul Thomas Andersons <strong>There will be Blood</strong> gegen <em>Johnny Depp</em>, <em>Tommy Lee Jones, Viggo Mortensen </em>und <em>George Cloony</em> durchsetzen, während als beste Schauspielerin tatsächlich <em>Marion Cotillard</em> für ihre Rolle als Edith Piaf in <strong>La Vie en Rose</strong> gewann und damit <em>Cate Blanchett</em> (die leider für ihre beiden Nominierungen als Haupt- und Nebenrolle leer ausging), <em>Julie Christie, Laura Linney</em> und <em>Ellen Page</em> ausstach. </p>
<p>Bei den besten Nebendarstellern gewann <em>Javier Bardem</em> gegen <em>Casey Affleck</em> im Neo-Western <strong>The Assassination of Jesse James&#8230;</strong> , <em>Philip Seymour Hoffmann</em> (der 2005 für <strong>Capote</strong> bereits den Oscar als bester Hauptdarsteller bekam) in <strong>Charlie Wilson&#8217;s War</strong>, <em>Tom Wilkinson</em> in <strong>Michael Clayton</strong> und <em>Hal Holbrook</em> in <strong>Into the Wild</strong>. Erstaunlich war allerdings die Wahl der Academy für die beste Nebendarstellerin &#8211; die Favoriten <em>Cate Blanchett</em> und <em>Ruby Dee</em> verloren gegen <em>Tilda Swintons</em> skrupellose Anwältin in <strong>Michael Clayton</strong>, eine Rolle die der Schauspielerin ihren ersten Academy Award brachte. </p>
<p><strong>Drehbücher und Trickfilme</strong></p>
<p>Die Auszeichnung für das beste Original-Drehbuch war eine der größten Überraschungen des Abends &#8211; daß die Academy ausgerechnet der unkonventionellen Ex-Stripperin <em>Diablo Cody</em> einen Oscar für ihr Teen-Schwangerschafts-Drama <em>Juno</em> gab, ist schon mutig, aber angesichts der Alternativen wie <em>Tony Gilroys</em> dichter Justizthriller <strong>Michael Clayton</strong> oder <em>Brad Birds</em> ausgefeilter CGI-Trickfilm <strong>Ratatouille</strong> schon etwas merkwürdig. Nicht ganz unerwartet kam dagegen die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch, die an <em>Joel</em> und <em>Ethan Coen</em> ging und damit <em>Christopher Hamptons</em> <strong>Atonement</strong>, <em>Sarah Polleys</em> <strong>Away from Her</strong>, <em>Ronald Harwoods</em> <strong>The Diving Bell and the Butterfly</strong> und <em>Paul Thomas Andersons</em> <strong>There will be Blood</strong> leer ausgehen ließ.</p>
<p>Als bester Trickfilm wurde erwartungsgemäß <strong>Ratatouille</strong> ausgezeichnet, der aber dafür in seinen anderen nominierten Kategorien für bestes Drehbuch, besten Soundschnitt und Soundmix nicht gewann. Der sichtlich aufgeregte <em>Brad Bird</em> vergaß noch nicht einmal <em>Jan Pinkava</em>, dem ursprünglichen Regisseur des Films zu danken &#8211; erstaunlicherweise saß dieser mit im Publikum, kam aber leider nicht mit auf die Bühne. Während der minimalistische Stil von <strong>Persepolis</strong> vielleicht auch eine Auszeichnung verdient hätte, ist kaum zu verstehen warum eine Durchschnittsware wie <strong>Happy Surfer</strong> überhaupt nominiert werden konnte und der <strong>Simpsons-Kinofilm</strong> erst gar nicht in betracht gezogen wurde.</p>
<p>Der beste animierte Kurzfilm wurde von <em>Jerry Seinfeld</em> als Biene aus Dreamworks&#8217; <em>Bee Movie</em> an die britisch-norwegisch-polnische Coproduktion <strong>Peter and the Wolf</strong> von <em>Suzie Templeton</em> verliehen, deren Stopmotion-Animation auf Sergei Prokofievs musikalischem Märchen basiert. Als bester Real-Kurzfilm wurde die kleine französische Komödie <strong>Le Mozart des Pickpockets</strong> von <em>Philippe Pollet-Villard</em> ausgezeichnet, einer der wenigen lustigen und amüsanten Filme der diesjährigen Academy Awards. </p>
<p><strong>Die Leute hinter der Kamera</strong></p>
<p>Den Oscar für die beste Kameraarbeit gewann <em>Robert Elswith</em> für <strong>There will be Blood</strong>, während der für <strong>The Assassination of Jesse James&#8230;</strong> und <strong>No Country for Old Men</strong> doppelt nominierte <em>Roger Deakins</em> leer ausging &#8211; auch <em>Seamus McGarvey</em> mit <strong>Atonement</strong> und <em>Janusz Kaminski</em> mit <strong>The Diving Bell and the Butterfly</strong> waren erfolglos. Für den besten Filmschnitt wurde die Arbeit von <em>Christopher Rouse</em> an <strong>The Bourne Ultimatum</strong> ausgezeichnet, was allerdings mehr wie eine typische technische Belohnung aussieht, zu der die Academy auch früher schon oft neigte.</p>
<p><em>Tim Burtons</em> <strong>Sweeney Todd</strong> ging nicht völlig leer aus, denn obwohl weder <em>Johnny Depp</em> als Hauptdarsteller noch <em>Coleen Atwood</em> für das Kostümdesign etwas bekamen, wurde wenigstens das italienische Designer-Ehepaar <em>Dante Ferretti</em> und <em>Francesca Lo Schiavo</em> für das beste Produktionsdesign ausgezeichnet und damit gegen die starke Konkurrenz von <strong>American Gangster</strong>, <strong>Atonement</strong>, <strong>The Golden Compass</strong> und <strong>There will be Blood</strong> gewinnen konnte. Für das beste Kostümdesign wurde <em>Alexandra Bryne</em> für den sonst kaum positiv beachteten <strong>Elizabeth: The Golden Age</strong> ausgezeichnet.</p>
<p><strong>Dokumentationen</strong></p>
<p>Bei den Dokumentarfilmen wurde es wie erwartet hochpolitisch, denn obwohl die Academy nicht <em>Charles Fergusons</em> <strong>No End in Sight</strong> über die US-Invasion in den Iran auszeichnete, bekam dann doch <strong>Taxi to the Dark Side</strong>, <em>Alex Gibneys</em> Dokumentation über den Tod eines afghanischen Taxifahrers in amerikanischer Gefangenschaft einen Oscar, während unter anderem <em>Michael Moores</em> <strong>Sicko</strong> sich nicht durchsetzen konnte. </p>
<p>Der Oscar für den besten Dokumentar-Kurzfilm wurde auf eine merkwürdig patriotische Art in einer Liveschaltung nach Bagdad von einer Gruppe von US-Soldaten verliehen und ging an <em>Cynthia Wades</em> und <em>Vanessa Roths</em> <strong>Freeheld</strong>, eine Dokumentation über eine unheilbar erkrankte amerikanische Polizistin, die dafür kämpfte ihrer Lebenspartnerin eine Rente zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Musik, Ton und Effekte</strong></p>
<p>Musikalisch war die 80. Oscar-Verleihung bis auf eine Ausnahme enttäuschend. Bill Conti sorgte zwar wie immer für eine schwungvolle Live-Orchesterbegleitung, die diesmal auch von den Kameras und sogar Jon Stewart entsprechend gewürdigt wurde, aber gleich drei kinderliedartige Musiknummern aus dem Disney-Fließbandprodukt <strong>Enchanted</strong> und eine gewaltige, aber melodielose Gospel-Nummer aus <strong>August Rush</strong> waren einfach zuviel des guten. Eine wohltuende Erholung war dagegen <em>Falling Slowly</em>, das schöne Duett von <em>Glen Hansard</em> und <strong>Marketa Irglova</strong> aus dem Musiker-Film <strong>Once</strong> &#8211; die dann auch prompt den Oscar für den besten Song gewannen.</p>
<p>Bei der Auszeichnung für die beste Filmmusik scheint der Generationenwechsel der Komponisten nun entgültig vollzogen zu sein, denn nun sind fast ausschließlich die Nachwuchstalente nominiert worden: <em>Dario Marianelli, Alberto Iglesias, James Newton Howard, Michael Giaccino</em> und <em>Marco Beltrami</em> sind noch relative Newcomer, haben aber in den letzten Jahren die Filmmusik-Branche fest im Griff. <em>Dario Marianelli</em> war aber derjenige, der die Academy mit seiner klassischen, klavierlastigen Score für <strong>Atonement</strong> diesmal am besten überzeugen konnte. </p>
<p>Die Oscars für Tonschnitt und Tonabmischungen gingen überraschenderweise an <strong>The Bourne Ultimatum</strong>, einen handelsüblichen Actionfilm der dieses Jahr damit insgesamt drei Auszeichnungen bekam &#8211; warum die anderen Filme, darunter auch eine jeweils doppelte Nominierung für <strong>No Country for Old Men</strong> und <strong>Ratatouille</strong>, komplett ignoriert wurden, ist eine der wenigen Seltsamkeiten der diesjährigen Oscar-Verleihungen. Genauso erstaunlich ist die Vergabe der Auszeichnung für die besten Visual Effects an den Fantasy-Film <strong>The Golden Compass</strong> &#8211; da fragt man sich, ob die Academy-Mitglieder die nahtlos in den Film integrierten Effekte des dritten <strong>Pirates of the Caribbean</strong> überhaupt als solche erkannt haben. </p>
<p><strong>Ehrenoscar &#038; Finale</strong></p>
<p>Der Ehrenoscar ging in diesem Jahr an eine Koryphäe der Filmgeschichte, den  Produktionsdesigner <em>Robert F. Boyle</em>. In seiner fünfzig Jahre andauernden Karriere hatte er nicht nur mit <em>Alfred Hitchcock</em>, sondern mit noch vielen anderen erfolgreichen Filmemachern zusammengearbeitet, aber nie einen Oscar für seine bemerkenswerten Arbeiten bekommen. Das hat die Academy in diesem Jahr nachgeholt und dem 98-jährigen den Oscar für sein Lebenswerk verliehen &#8211; <em>Robert F. Boyle</em> hat sich trotz seines hohen Alters dafür höchstpersönlich mit einer bemerkenswerten Rede dafür bedanken können. </p>
<p>Nachdem der letzte Preis für den besten Film vergeben war &#8211; und die <em>Coen-Brüder</em> noch hinter der Bühne standen und zu ihrem großen erstaunen noch ein zweites Mal raus mußten &#8211; wurde die Show wie üblich ziemlich schnell beendet. Es reichte gerade noch für ein kurzes Schlußwort von Jon Stewart und dann rollte auch schon der Abspann &#8211; ein heftiger, abrupter Schluß für eine eigentlich sonst sehr elegante und gut ausgewogene Show. Jon Stewart, der nach seinem letzten Auftritt 2005 noch einige Kritik einstecken mußte, ist nun mit seinem besonderen Humor noch treffsicherer geworden. Er konnte sich als einer der besten Oscar-Gastgeber der letzten Jahre etablieren und wird hoffentlich noch öfter von der Academy eingeladen werden. </p>
<p>Enttäuschend war aber wie immer die Übertragung von Pro7 &#8211; obwohl die Oscar-Verleihung schon seit ein paar Jahren in HDTV und 16:9 produziert wird, bekommen wir hier in Deutschland immer noch die unscharfe, schlecht normgewandelte 4:3-Version zu sehen. Immerhin hat Pro7 die deutsche Studio-Moderation in den Werbepausen aufgegeben und dieses Jahr sogar die Werbeblöcke so eingesetzt, daß von der Übertragung nichts fehlte. </p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>&#8226; No Country for Old Men anschauen (US-DVD erscheint am 11. März)<br />
&#8226; There will be Blood anschauen (US-DVD mit unklarem Erscheinungsdatum)<br />
&#8226; Michael Clayton anschauen (US-DVD ist schon erschienen)<br />
&#8226; Sweeny Todd anschauen (US-DVD erscheint am 1. April)</p>
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