TV-Review: Madagascar

Als David Attenborugh 1961 mit einer kleinen Filmcrew für die BBC-Serie Zoo Quest auf Madagascar drehte, war er der ersten, der eine naturwissenschaftliche Dokumentation über die ungewöhnliche afrikanische Insel produzierte. Bisher war die Natur von Madagascar zwar in der Literatur hinreichend beschrieben worden, aber kaum fotografiert, geschweige denn gefilmt worden. Zoo Quest to Madagascar war weltweit eins der allerersten Fernsehprogramme, daß sich ausführlich mit der wunderbaren Insel beschäftigt hatte. Seitdem war Madagascar ein beliebtes Ziel für Naturfilmer und auch die Natural History Unit der BBC war oft dorthin zurückgekehrt. Fünfzig Jahre nach seinem ersten Madagascar-Abenteuer bekam David Attenborough aber die Chance, sich noch einmal ausführlich der Insel zu widmen.

Dieser Artikel ist ausnahmsweise keine DVD-Review, sondern eine kurze Kritik der BBC-Fernsehausstrahlung der Serie, die aber inzwischen auch als DVD und Blu-Ray erschienen ist. 

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DVD-Kritik: Johnny English

Schon Anfang der achtziger Jahre hatte Rowan Atkinson einen kleinen Auftritt neben Mr. James Bond persönlich und nachdem er sich als Blackadder durch die britische Geschichte geschlagen hatte, war er in den neunziger Jahren nicht nur als Mr. Bean, sondern auch als Geheimagent in einer Reihe von kreativen Werbespots im Fernsehen unterwegs. 2003 machte er dann als Johnny English die Kinoleinwände in einer gelungenen Agenten-Parodie unsicher, die viel besser war als ihr Ruf – der teilweise sehr britische Humor war beim Publikum nicht so gut angekommen, das mehr eine Nonstop-Slapstick-Komödie als eine raffinierte Agenten-Parodie erwartet hatte. Offenbar wegen der nicht ganz so positiven Reaktion auf den Film hatte sich Universal auch nicht soviel Mühe mit der DVD des Films gegeben, die zwar bis auf einen etwas dumpfen Originalton bei der deutschen Ausgabe technisch einwandfrei ist, aber leider nur wenige Extras besitzt.

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DVD-Kritik: The Thin Blue Line

Der britische Komiker Rowan Atkinson war als Edmund Blackadder, Mr. Bean und Johnny English auf den Kinoleinwänden und Fernsehbildschirmen unterwegs… und als Kleinstadt-Polizist Raymond Fowler in Ben Eltons kaum bekannter Sitcom The Thin Blue Line. Die kurzlebige Serie lief nur zwei Jahre lang und brachte nur vierzehn Episode hervor, gehört aber trotz aller unfairer Kritik zu Atkinsons besten Werken und kann mit dem typischen trockenen britischen Humor aufwarten, legt aber auch viel Wert auf gelungene Geschichten und ausgewachsene Charaktere. Die herrliche Serie ist schon seit langem als DVD erhältlich, aber viel darf man von der britischen Doppel-Disc natürlich nicht erwarten – immerhin bekommt man aber für knapp zehn Euro siebeneinhalb Stunden wundervolle Unterhaltung geboten.

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DVD-News: Die große Suche

Die Zeiten, in der hier mindestens einmal im Monat frische News zu lesen waren, sind leider vorbei, denn es gibt (zumindest aus meiner Sicht) kaum noch nennenswertes zu berichten. Es erscheinen natürlich immer noch reichlich viele DVDs und Blu-Rays, aber 90% davon sind schlicht und einfach Schrott. Gerade der deutsche DVD-Markt ist kaum noch an Peinlichkeiten zu überbieten – es wird einfach alles von Rosamunde Pilcher über Marienhof bis zu Bauer sucht Frau verramscht, aber um die wirklich interessanten Filme kümmert sich niemand. Naja, eine kleine handvoll Sachen sind mir trotzdem aufgefallen und da ich dieses Jahr auf die Oscar-Berichterstattung dankend verzichten werde, habe ich einfach mal ein kleines Newsposting zusammengestellt.

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DVD-Kritik: Blackadder

Vielen ist er nur als Mr. Bean bekannt, aber lange bevor Rowan Atkinson als Slapstick-Figur auf den Fernsehbildschirmen unterwegs war, hatte er sich zusammen mit den Autoren Richard Curtis und Ben Elton einen Namen als wortgewaltiger Komiker in der historischen Sitcom Blackadder gemacht. 24 Episoden und drei Specials waren in den achtziger und neunziger Jahren entstanden und hatten Blackadder zu einer der gelungensten Comedy-Serien des britischen Fernsehens gemacht, die auch Rowan Atkinsons spätere Werke nicht übertreffen konnten und heute immer noch sehenswert ist.

Das heutige Posting ist nicht nur eine DVD-Kritik der 2009 erschienenen Blackadder Ultimate Edition, sondern auch ein ausführlicher Artikel über die Serie selbst, der eigentlich aus fünf einzelnen Teilen besteht und deshalb viel länger als sonst ist.

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DVD-Kritiken: Quo Vadis & Ben-Hur

Eigentlich mache ich mir nichts aus solchen alten Historien-Schinken, aber als Filmliebhaber muß auch ich zugeben, daß MGMs Quo Vadis und Ben-Hur filmhistorisch gesehen äußerst faszinierend sind. Inhaltlich sind sie zwar reichlich angestaubt, aber Quo Vadis kann mit einer kongenialen Darstellung von Nero durch Peter Ustinov aufwarten und Ben-Hur ist mit seinen sogar für heutige Verhältnisse beeindruckenden Actionszenen mit Recht in die Filmgeschichte eingegangen.

In den heutigen DVD-Kritiken habe ich mich nicht lange mit dem Inhalt der Filme auseinandergesetzt, sondern ausnahmsweise etwas kürzere Reviews geschrieben, die sich auf die Präsentation der Filme konzentrieren. Ben-Hur ist gleich zweimal in der Ausgabe von 2001 und der besseren, aber auch noch nicht perfekten Version von 2005 vertreten, während es sich bei Quo Vadis um die 2008 erschienene restaurierte DVD handelt.

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DVD-Kritik: Antz

1995 hatten Disney und Pixar mit Toy Story den ersten komplett computeranimierten Trickfilm der Filmgeschichte fertiggestellt, aber erst drei Jahre später kam richtig Bewegung in das neue Genre, als ein Newcomer dem Platzhirsch Konkurrenz machte. 1998 brachten Dreamworks und PDI ihren ersten eigenen CGI-Trickfilm Antz heraus, der die Rivalität zu Pixar, die kurz danach einen ganz ähnlichen Film in die Kinos brachten, erst recht entfachte. Dreamworks’ Antz konnte sich finanziell nicht gegenüber der Konkurrenz zwar durchsetzen, war aber nicht nur durch die gelungene Animation, sondern hauptsächlich durch das erwachsene Drehbuch und den hervorragenden Sprechern ein kleines Meisterwerk geworden. Der Durchbruch war Dreamworks erst drei Jahre später mit Shrek gelungen, aber Antz war ein beeindruckendes Debüt, das leider heutzutage oft unfair ignoriert wird.

Die heutige DVD-Kritik ist im wahrsten Sinne des Wortes historisch, denn von Antz hat es nie eine Neuauflage gegeben und die rezensierte DVD ist tatsächlich elf Jahre alt, kann sich aber trotz des nicht perfekten Transfers noch ganz gut behaupten. Nach der Review von Shrek Forever After bot sich einfach die Gelegenheit, endlich den Kreis zu schließen und auch den allerersten Film von Dreamworks Animation richtig zu rezensieren.

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DVD-Kritik: Shrek Forever After

Die erste DVD-Kritik des Jahres nach der Winterpause dreht sich um die letzte DVD von 2010: Shrek Forever After ist der vierte und letzte Film von Dreamworks’ Shrek-Saga und auch ein besonderer Meilenstein des Studios, denn mit Shrek hatte neun Jahre zuvor der Erfolg von Jeffrey Katzenbergs Antwort auf Disney richtig begonnen. Entgegen allen Erwartungen war das vierte Shrek-Abenteuer ein überraschend gute Abschluß der Reihe geworden, denn von den leichten Schwächen des dritten Films war nichts mehr zu bemerken und eine originelle Story und ein gelungener Antagonist sorgten dafür, daß Shrek, Fiona, Donkey & Co eine wundervolle Abschiedsvorstellung hinlegen konnten. Auch die DVD ist nach der Enttäuschung des dritten Films wieder ganz hervorragend geworden und kann zwar nicht mit einer riesigen Schwemme von Extras aufwarten, hat aber alles Wesentliche zu bieten und natürlich eine sehr gute Bild- und Tonqualität.

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DVD-News: Wunschliste 2011

Die DVD-Wunschliste hat dringend eine Überarbeitung notwendig, da tatsächlich inzwischen einige lang gesuchte Filme erschienen sind – teilweise schon vor einiger Zeit, weil ich zu lange nicht mehr nachgeschaut hatte. Bis auf eine Ausnahme habe ich diese DVDs aber alle noch nicht in der Hand gehabt, so daß dieser Artikel mit etwas Vorsicht zu genießen ist, aber demnächst wird es sicher Reviews einiger dieser Discs geben. Sachdienliche Hinweise zu den übriggebliebenen Filmen oder neue Einträge in die Wunschliste werden in den Kommentaren dieses Artikels gerne entgegengenommen!

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DVD-Jahresrückblick 2010

So wenig wie 2010 war in Sachen Film und DVD lange nicht mehr los, so daß der zehnte traditionelle DVD-Jahresrückblick diesmal mit nur acht DVDs sehr kurz ausgefallen ist. Es gab einfach nicht viel mehr interessante Veröffentlichungen, aber dafür gab es trotz der langen Pause im Frühjahr und Sommer insgesamt 45 DVD-Kritiken, weil ich ausführlich ins Archiv gegriffen hatte und 22 davon Überarbeitungen von vorhandenen Artikeln waren. Bis auf eine Ausnahme sind daher die DVDs des Jahresrückblicks alle schon rezensiert, und die achte DVD wird wahrscheinlich zur ersten Review des Jahres 2011.

Damit wäre das Jahr 2010 auch DVD-mäßig abgeschlossen – DVDLog macht wie angekündigt noch bis Ende Januar Pause, die erste neue Kritik wird es voraussichtlich am 30. Januar geben.

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