DVD-Kritik: Who is killing the Great Chefs of Europe?
Kulinarisches Kino ist im Zeitalter von zahllosen Kochshows im Fernsehen nicht mehr wirklich selten, aber Ende der siebziger Jahre war es eine große Ausnahme. Ted Kotcheffs Who is killing the Great Chefs of Europe? alias Die Schlemmerorgie war so ein Sonderfall, der ein völlig neues Genre, den Gourmet-Krimi erschaffen hatte. Mit einer Menge schwarzem Humor, wundervollen Darstellern und einer opulenten Ausstattung ist der Film eins dieser köstlichen Vergnügen, die lange Zeit ihr Dasein nur im Fernsehprogramm gefristet haben. Überraschenderweise hat EuroVideo den Film aber jetzt erstmals in Deutschland als DVD herausgebracht, und das nicht schlecht: ein solider neuer Transfer und eine bemerkenswerte Dokumentation machen aus dieser Veröffentlichung trotz des Budget-Preises keine Billig-DVD.
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Letztes Jahr hatte ich schon ausführlich über Time Team 



DVDLog macht diese Woche eine kleine Pause, die eventuell auch noch auf die nächste Woche ausgedehnt wird. Der kurzzeitige Frühling hat zu einer (angenehmen) Störung in der Produktivität geführt und die Artikel-Vorräte sind im Moment erschöpft. Weiter gehts aber demnächst mit noch mehr Billy Wilder, ein paar halbwegs aktuellen DVDs und bei 50 Jahre James Bond muß ich auch unbedingt mal was machen. Be seeing you! :-)

Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma – wie kann man über Filme schreiben, die man noch gar nicht gesehen hat? Letztes Jahr hatte ich mir aus Desinteresse an den Gastgebern die Oscar-Berichterstattung ganz sein gelassen, aber diesmal waren die 84. Oscar-Verleihungen im Gegensatz zum vorherigen überproduzierten Spektakel wieder richtig sehenswert. Billy Crystal, der nach einem kleinen Skandälchen um Produzent Brett Ratner vom ursprünglich geplanten Host Eddie Murphy übernommen hatte, war erstaunlich gut in Form und Brian Grazer hatte für eine solide und richtig klassische Inszenierung gesorgt. Ach ja, Preise wurden ja auch noch vergeben – ein schwarzweißer Stummfilm und ein buntes 3D-Abenteuer haben zusammen zehn Preise abgeräumt und während es keine wirklich großen Überraschungen gab, waren die Auszeichnungen ausnahmsweise einigermaßen fair verteilt.