DVD-Kritik: Who is killing the Great Chefs of Europe?

Kulinarisches Kino ist im Zeitalter von zahllosen Kochshows im Fernsehen nicht mehr wirklich selten, aber Ende der siebziger Jahre war es eine große Ausnahme. Ted Kotcheffs Who is killing the Great Chefs of Europe? alias Die Schlemmerorgie war so ein Sonderfall, der ein völlig neues Genre, den Gourmet-Krimi erschaffen hatte. Mit einer Menge schwarzem Humor, wundervollen Darstellern und einer opulenten Ausstattung ist der Film eins dieser köstlichen Vergnügen, die lange Zeit ihr Dasein nur im Fernsehprogramm gefristet haben. Überraschenderweise hat EuroVideo den Film aber jetzt erstmals in Deutschland als DVD herausgebracht, und das nicht schlecht: ein solider neuer Transfer und eine bemerkenswerte Dokumentation machen aus dieser Veröffentlichung trotz des Budget-Preises keine Billig-DVD.

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TV-News: Time Team Trouble

Letztes Jahr hatte ich schon ausführlich über Time Team berichtet, die Archäologie-Dokumentarserie des britischen Fernsehsenders Channel 4. Die Erstausstrahlung der 19. Staffel ist mittlerweile schon wieder vorbei, aber diesmal war etwas anders als bei den früheren Folgen: der Sender hatte versucht, das Konzept zu modernisieren und Moderator Tony Robinson mit Mary-Ann Ochota eine Partnerin an die Seite zu stellen. Das war zwar nicht spektakulär fehlgeschlagen, hatte aber eine etwas seltsame Atmosphäre bei den neuen Episoden zur Folge und eine drastische Auswirkung: aus Ärger über die vom Sender aufgedrückten Änderungen hatte Time Team-Gründer Mick Aston das Team nach der 19. Staffel verlassen. Die gute Nachricht ist, daß die 20. Staffel derzeit ohne die Co-Moderatorin gedreht wird und sich Produzent Tim Taylor zum Ziel gesetzt hat, wieder zu den Ursprüngen zurückzukehren. Die schlechte Nachricht ist, daß Mick Aston leider wirklich nicht mehr dabei ist.. 

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DVD-Kritik: Johnny English Reborn

Damit hatte kaum jemand gerechnet – acht Jahre nach seinem letzten Auftritt als Geheimagent war Rowan Atkinson als Johnny English Reborn auf die Kinoleinwände zurückgekehrt. Aufwendiger, spannender und lustiger als das Original bewies der Film, daß Fortsetzungen nicht immer schlechter als der Vorgänger sein müssen und zeigte nebenbei auch gleich der Konkurrenz, wie ein richtiger James-Bond-Film auszusehen hat. Wer Rowan Atkinson nur als Mr. Bean kennt, wird entweder gelangweilt sein oder Bauklötze staunen! Ärgerlich ist allerdings die DVD, die bei der britischen Blu-Ray dabei war: keinerlei Extras im Gegensatz zur einzeln verkauften Version, was aber einer ausführliche Review des Films für das heutige Update nicht im Weg stand.

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DVD-Kritik: Tinker Tailor Soldier Spy

Lange Zeit war die 1979 entstandene TV-Adaption von John Le Carrés Meisterwerk die definitive Version des Stoffs, aber letztes Jahr hatte der schwedische Regisseur Tomas Alfredson mit seiner Leinwand-Umsetzung von Tinker Tailor Soldier Spy alle Erwartungen hoch übertroffen. Gary Oldman hatte sich als ein wundervoller Nachfolger von Alec Guinness erwiesen und als relativ kleine europäischer Film war die Produktion enorm erfolgreich – die Vorschußlorbeeren hatte Tinker Tailor Soldier Spy zu recht verdient. Der Film war sogar schon Ende Januar in England als DVD/BD erschienen, aber durch ein paar unvermeidliche Verzögerungen hat mit der Review noch etwas gedauert. Es ist zwar kein wirkliches Oster-Material, aber DVDLog wünscht trotzdem mit dem heutigen Update frohe Feiertage!

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DVD-Kritik: Johnny English

Eigentlich sollte es heute mit etwas ganz anderem weitergehen, aber da die Zeit mal wieder nicht gereicht hat, gibt es ausnahmsweise heute einen Repost von einer gerade mal zwei Jahre alten Review. Johnny English paßt aber trotzdem in den Plan, denn eine Review der Fortsetzung ist auch nicht mehr weit weg und vorher wollte ich den nochmals leicht überarbeiteten Artikel des ersten Films sowieso noch einmal posten. Der Kontrast zwischen Johnny English und John Le Carré könnte zwar nicht größer sein, aber heute und in den nächsten zwei Updates werde ich es auf diese Kollosion einfach mal ankommen lassen. Nächste Woche, am Ostermontag, gibt es dann die ursprünglich für heute vorgesehene Fortsetzung der Review von letzter Woche.

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DVD-Kritik: Tinker Tailor Soldier Spy

Er schrieb nicht nur über Spione, er war selbst einer: John Le Carré alias David Cornwall war auf der Höhe des Kalten Kriegs in den sechziger und siebziger Jahren der beste Autor des Spionage-Genres, der mit seinen oft auf wahren Begebenheiten basierenden Erzählungen die Wahrheit über seine Profession auf schonungslos ehrliche Weise schilderte. Tinker Tailor Soldier Spy, seine fast schon autobiographische Aufarbeitung einer der größten britischen Spionage-Skandale, war erstmals 1979 meisterhaft mit Alec Guinness als George Smiley verfilmt worden. Die siebenteilige TV-Miniserie gibt es schon seit fast zehn Jahren in England als DVD, aus aktuellem Anlaß lohnt sich aber ein erneuter Blick auf die durchaus gelungene Veröffentlichung.

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Kurze Frühlingspause

DVDLog macht diese Woche eine kleine Pause, die eventuell auch noch auf die nächste Woche ausgedehnt wird. Der kurzzeitige Frühling hat zu einer (angenehmen) Störung in der Produktivität geführt und die Artikel-Vorräte sind im Moment erschöpft. Weiter gehts aber demnächst mit noch mehr Billy Wilder, ein paar halbwegs aktuellen DVDs und bei 50 Jahre James Bond muß ich auch unbedingt mal was machen. Be seeing you! :-)

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DVD-Kritik: Witness for the Prosecution

Als Billy Wilder 1957 ein Bühnenstück von Agatha Christie verfilmt hatte, war eine einmalige Kombination entstanden: Witness for the Prosecution war nicht nur durch die gelungene Adaption des Theaterstücks, sondern vor allem Dank der hervorragend ausgesuchen Schauspieler ein Meisterstück. Charles Laughton, Marlene Dietrich und Tyrone Power sind eine absolute Sensation und haben nicht zuletzt durch Billy Wilders einfallsreicher Inszenierung aus Witness for the Prosecution einen Klassiker erster Güte gemacht, der immer noch genauso frisch wirkt wie vor 55 Jahren. Die DVD ist noch längst nicht so alt, aber durch den nicht-anamorphen Transfer und die völlig abwesenden Extras trotz der halbwegs akzeptablen Bildqualität doch eine Enttäuschung.

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DVD-Kritik: The Front Page

Jack Lemmon und Walter Matthau waren nicht nur das Odd Couple oder die Grumpy Old Men, sondern auch die rasenden Reporter Hildy Johnson und Walter Burns in Billy Wilders brillianter Verfilmung von Ben Hechts und Charles McArthurs Bühnenstück The Front Page. Es war nicht die erste Adaption des Stoffs, aber nach Howard Hawks’ His Girl Friday eine der Besten, der aber lange nicht die Ehre zuteil wurde, die sie eigentlich verdient hätte. Auch eine vernünftige DVD war lange nicht zu kriegen, aber schließlich hatte Universal den Film sogar restaurieren lassen. Der vorerst letzte Teil der Lemmon/Matthau-Reihe besteht aus einer renovierten Version der Review von The Front Page, die sogar schon im ersten DVDLog-Jahr dabei war, aber nun stark verbessert und im neuen Layout zu lesen ist.

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Oscars 2012 Nachlese

 Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma – wie kann man über Filme schreiben, die man noch gar nicht gesehen hat? Letztes Jahr hatte ich mir aus Desinteresse an den Gastgebern die Oscar-Berichterstattung ganz sein gelassen, aber diesmal waren die 84. Oscar-Verleihungen im Gegensatz zum vorherigen überproduzierten Spektakel wieder richtig sehenswert. Billy Crystal, der nach einem kleinen Skandälchen um Produzent Brett Ratner vom ursprünglich geplanten Host Eddie Murphy übernommen hatte, war erstaunlich gut in Form und Brian Grazer hatte für eine solide und richtig klassische Inszenierung gesorgt. Ach ja, Preise wurden ja auch noch vergeben – ein schwarzweißer Stummfilm und ein buntes 3D-Abenteuer haben zusammen zehn Preise abgeräumt und während es keine wirklich großen Überraschungen gab, waren die Auszeichnungen ausnahmsweise einigermaßen fair verteilt.

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