DVD-Review: Raumpatrouille Orion

Als 1966 in den USA Star Trek auf Sendung ging, bekam das deutsche Fernsehpublikum überhaupt nichts davon mit, denn fast gleichzeitig war die siebenteilige Ausstrahlung von Raumpatroullie Orion angelaufen. Die erste und einzige deutsche Science-Fiction-Fernsehserie wurde sofort zu einem großen Erfolg, der auch von der ersten deutschen Star Trek-Ausstrahlung sechs Jahre später nicht überschattet wurde. Obwohl nie wieder neue Episoden gedreht wurden, ist Raumpatroullie Orion im Laufe der Zeit zu einem ganz eigenen Kultklassiker geworden.

Trotz der großen Beliebtheit wurde Raumpatroullie Orion weltweit nur ein einziges Mal in Deutschland als DVD veröffentlicht, die für die damaligen Verhältnisse eine ganz gute Qualität besaß und sich auch heute noch trotz einiger technischer Einschränkungen ganz gut behaupten kann.

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DVD-Kritik: 2010 – The Year We Make Contact

Stanley Kubricks und Arthur C. Clarkes 2001: A Space Odyssey ist unzweifelhaft eins der größten Science-Fiction-Meisterwerke der Filmgeschichte, das eigentlich keinen Nachfolger nötig gehabt hätte. Über ein Jahrzehnt nach der Premiere von 2001 hatte sich Arthur C. Clarke aber trotzdem an eine Fortsetzung gewagt, die mehr eine konventionelle Science-Fiction-Story war und nicht von Stanley Kubrick, sondern von Peter Hyams verfilmt wurde. 2010: The Year We Make Contact wurde aber zu einem erstaunlich gut gelungenen Film, der durch seinen völlig anderen Stil gar nicht mit seinem Vorgänger vergleichbar ist, aber die Geschichte trotzdem auf gelungene Weise weitererzählt.

Heute am 10.10.2010 gibt es keinen passendere Filmrezension als Peter Hyams’ 2010: The Year We Make Contact – einen wundervollen Film, über den ich bisher nie viel geschrieben hatte. Eine Neuauflage der zehn Jahre alten DVD gibt es bisher nur als Blu-Ray, so daß das heutige Update in erster Linie eine Filmkritik mit einer angehängten DVD-Review ist.

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DVD-News: Hulots Ferien Restauriert

Schon letztes Jahr war mir aufgefallen, daß es von Jacques Tatis Les Vacances de M. Hulot eine neu restaurierte Version in Frankreich als DVD erschienen war, die nicht nur die bekannte Schnittfassung, sondern auch eine längere Urfassung enthält. Christian von DVDuell hat vor kurzem gemeldet, daß die restaurierte Fassung des Films zusammen mit Playtime als DVD/Blu-Ray-Combo auch in England am 15. 29. November vom BFI erscheinen wird. Eine fantastische 56-seitige Broschüre über den Film und seine Restauration, die auch Christian ausgegraben hat, enthält viele überraschende Details und macht klar, daß die Version, die wir kennen, eigentlich gar nicht das Original ist, sondern eine in den sechziger und siebziger Jahren von Tati selbst überarbeitete Fassung.

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DVD-Kritik: The Colour of Magic

2006 hatte sich der britsche Pay-TV-Sender SkyOne zusammen mit den Filmemachern von The Mob an die schwierige Aufgabe herangewagt, erstmals einen Geschichte von Terry Pratchetts Discworld zu verfilmen. Hogfather war so gut gelungen, daß mit The Colour of Magic schnell ein Nachfolger ausgesucht wurde, der Pratchetts erste zwei Discworld-Romane umfaßte und mit noch größerem Aufwand inszeniert wurde. Trotz einer nicht ganz optimal besetzten Hauptrolle und einigen Abweichungen gegenüber den Buchvorlagen wurde The Colour of Magic zu einem würdigen Nachfolger von Hogfather und schaffte es, Terry Pratchetts Discworld auf hervorragende Weise zum Leben zu erwecken.

Die heutige DVD-Kritik der britischen 2-Disc-Ausgabe des zweistündigen Films bildet den Abschluß der kleinen Pratchett-Reihe. Obwohl technisch einwandfrei, ist die DVD wegen weggelassener Extras gegenüber der Blu-Ray leider etwas enttäuschend.

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DVD-Kritik: Going Postal

Für die dritte Verfilmung eines Discworld-Romans von Terry Pratchett hatten sich SkyOne und Mob Film einen idealen Kandidaten herausgesucht, denn Going Postal ist eine der bodenständigeren Geschichten des Autors und hat nur wenig Magisches und Mysteriöses an sich. Trotzdem ist die Geschichte um den Wiederaufbau des Postamts von Ankh-Morpork eine der besten Discworld-Bücher der letzten Jahre und die Filmumsetzung wurde mit Spannung erwartet – so wurde die nicht ganz originalgetreue Umsetzung der Geschichte zwar zu einer kleinen Enttäuschung, die aber durch die hervorragenden Schauspieler und die grandiose Optik wieder wett gemacht werden konnten.

Going Postal war noch im Mai als TV-Premiere bei SkyOne zu sehen, wurde aber schon drei Monate später als DVD und Blu-Ray veröffentlicht. In der heutigen DVD-Kritik habe ich mir die 2-Disc Limited Edition genauer angeschaut, die bemerkenswert gut gelungen ist und keine Wünsche offen läßt.

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DVD-News: Metropolis Restauration 2010

Im Frühjahr hatte ich über die Fernsehausstrahlung der neu restaurierten Version von Fritz Langs Metropolis berichtet. Schon zu diesem Zeitpunkt war ein ungefährer Termin im November bekannt, jetzt sind die ersten Releasedaten und die Ausstattung bekannt. Die DVDs und Blu-Rays werden in England von Masters of Cinema, in den USA von Kino Video und in Deutschland von Transit Film veröffentlicht. Ich werde diesen Artikel mit den Informationen über die verschiedenen Versionen auf dem Laufenden halten.

Update vom 5.12.10: Die Review der Eureka/MoC-DVD ist jetzt online.

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DVD-Kritik: Hogfather

Hogfather war nach den beiden Trickfilm-Adaptionen Wyrd Sisters und Soul Music der erste Versuch, eine Realverfilmung eines Discworld-Romans von Terry Pratchett zu produzieren. Die Kooperation des Autors mit dem britischen Fernsehsender SkyOne und den jungen Filmemachern von The Mob ermöglichten eine originalgetreue Umsetzung, die von fantastischen Schauspieler und einer bemerkenswerten Optik lebt. Weniger als ein halbes Jahr nach der Fernsehpremiere war Hogfather auch als DVD erschienen, die mit einer ordentlichen Ausstattung begeistern konnte und nur ein paar kleine Defizite bei der Bildqualität hat.

Die heutige DVD-Kritik von Hogfather im Rahmen der Pratchett-Reihe ist ein leicht überarbeiteter Repost der ursprünglichen Review vom Dezember 2007.

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DVD-Kritik: Soul Music

Mit Soul Music hatte Terry Pratchett einen seiner besten Discworld-Romane geschrieben, der aber durch die musikhistorischen Anspielungen kaum für eine Verfilmung geeignet schien – bis es das britischen Trickfilm-Studio Cosgrove-Hall trotzdem erfolgreich versucht hatte. Beeindruckende Animation und perfekte Sprecher hatten wie bei dem parallel produzierten Wyrd Sisters aber nicht ausgereicht und so kam noch eine fantastische Soundtrack hinzu, die aus der Serie viel mehr macht als nur eine einfache Trickfilm-Produktion.

In der zweiten Review der Pratchett-Reihe habe ich mir die britische DVD von Soul Music genauer angeschaut, die mit einer viel besseren Bildqualität als Wyrd Sisters und sogar einigen interessanten Extras aufwarten kann.

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DVD-Kritik: Wyrd Sisters

Es war eine der allerersten Verfilmungen der eigentlich unverfilmbaren Discworld-Romane von Terry Pratchett: Wyrd Sisters war “nur” eine Trickfilmserie, ging aber den Umständen entsprechend erstaunlich originalgetreu mit der Vorlage um und hatte eine gelungene Animation und fantastische Sprecher zu bieten. Die von den britischen Trickfilm-Spezialisten Cosgrove-Hall produzierte Serie war zuerst Ende der neunziger Jahre auf VHS erschienen und 2000 als DVD, die aber leider auch keine viel bessere Qualität als die Videokassette hatte und sich hauptsächlich wegen des Inhalts lohnt.

Die heutige DVD-Kritik von Wyrd Sisters ist der Beginn einer kleinen Pratchett-Reihe, in der ich in loser Folge in den nächsten Wochen einige Verfilmungen des Autors rezensieren werde.

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DVD/TV-Vergleich: Die ARTE-3D Enttäuschung

Es hätte ein tolles Fernseh-Ereignis sein können, aber es war nur eine große Enttäuschung: die Ankündigung von ARTE, Alfred Hitckcocks Dial M for Murder und Jack Arnolds Creature of the Black Lagoon in anaglyphischem 3D zu zeigen, hatte große Erwartungen geweckt. Wurden neue dreidimensionale HD-Master der Filme erstellt? Weit gefehlt, denn ARTE hat nur steinalte analoge Master mit enttäuschender Bildqualität gesendet, die wegen dauernden Verschiebungen der Bildpaare den 3D-Effekt nur sehr schlecht wiedergeben. ARTE hat es sicher gut gemeint, aber so war das 3D-Event nur ein Schatten von dem, was es eigentlich hätte sein können. Besonders im direkten Vergleich mit den DVDs der beiden Filme wird deutlich, wie schlecht die von ARTE gesendeten Master aussehen.

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